Chinesisches Kunsthandwerk aus Wuxi

Eine Ausstellung des Stadtarchivs Wuxi in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Heidelberg und dem Kurpfälzischen Museum

 

Textilsammlung Max Berk · Kurpfälzisches Museum

27.06.2007 – 16.9.2007

Die im Südsosten von China, unweit von Shanghai gelegene Stadt Wuxi befindet sich am Nordufer des 2300 Quadratkilometer großen Taihu-Sees und wird vom Fluss Yangtze durchquert. Diese Lage hat die Stadt mit 4,5 Millionen Einwohnern, die zu den 10 wirtschaftsstärksten Städten Chinas zählt, zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Küstengebiet werden lassen. Zu den Wahrzeichen der Stadt gehören die Jiangyin Yangtze Brücke – die viertgrößte Brücke der Welt – sowie die 88 m große und über 700 Tonnen schwere Lingshan-Buddha-Statue südlich der Stadt.  Bekannt ist Wuxi aber auch wegen seiner lebendigen Tradition volkstümlichen Kunsthandwerks, wie z.B. den Huishan-Tonfiguren und zisha-Teekannen aus Yixing. Der Berg Huishan liefert die Tonerde, aus der von Hand modellierte oder auch mit Gipsformen hergestellte und bunt bemalte Figuren, wie z.B. Charaktere aus der Peking-Oper, entstehen.

Berühmter sind jedoch die Teekannen aus der eingemeindeten Stadt Yixing, für die die nur dort anzutreffende, sogenannte Purpurerde charakteristisch ist. Diese Teekannen werden stets von Hand modelliert. Neben dieser tönernen Ware wird in Yixing seit mehr als 2000 Jahren aber auch feinstes, ebenfalls in der Ausstellung präsentiertes Porzellan hergestellt.
Das breite Spektrum des in Wuxi gepflegten volkstümlichen Kunsthandwerks umfasst weiterhin Bambusschnitzereien, Scherenschnitte, Seidenstickereien, Reservedruck auf Kaliko, Mikrokalligraphie auf Fächern, Volksgrafik im Flachdruckverfahren sowie Weizenhalm-Bilder.
Vor der Erfindung des Papiers wurden in China Bambusscheiben beschrieben, woraus sich die Bambusschnitzerei entwickelte. Die chinesische Seidenstickerei ist nicht umsonst weltberühmt, ist China doch die Wiege der Seidenherstellung schlechthin. Für die Herstellung eines minuziös gestickten Motivs, für das ein Seidenfaden teilweise in 70 Einzelfäden geteilt wird, sind mehrere Monate oder gar Jahre erforderlich. Ebenso alt wie der Technik der Seidenstickerei dürfte die Tradition blauer Kalikos sein, die in Reservefärbetechnik hergestellt werden und in Wuxi ein betont einfaches Erscheinungsbild besitzen. Auf eine über 2000-jährige Geschichte kann ebenfalls die Technik der Weizenhalm-Bilder zurückblicken.

Ausstellungsort:

Textilsammlung Max Berk
Brahmsstraße 8 · 69118 Heidelberg-Ziegelhausen

Ausstellungsdauer:

27.06.2007 – 16.09.2007

Öffnungszeiten:

Mi, Sa, So 13-18 Uhr
Sondertermine für Gruppen nach Vereinbarung

Eintrittspreise:

€ 2,50 / € 1,50 erm.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung:

Mi, 25. Juli, 17 Uhr · So,  29. Juli, 15 Uhr
Mi, 8. August, 17 Uhr · So, 12. August, 15 Uhr

Rahmenprogramm:

· Sonntag, 22. Juli, 14 bis 17 Uhr:
  Workshop Ke Zhi (Papierschnitt mit Messer) mit ZHANG Zhenran
· Sonntag, 2. September, 14 bis 17 Uhr: Kalligraphie-Workshop mit ZHANG Zhenran

· Musikalischer Abend mit der Gu Zheng (chinesische Brettzitter)
· Chinesische Teezeremonie
Letztere Termine auf Anfrage unter 06221/800317 oder 5834000 sowie www.heidelberg.de/museum

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Textilsammlung Max Berk · Kurpfälzisches Museum
Tel.: 06221/800317, Fax: 06221/584699050
e-mail: kmh-textilsammlung-max-berk@heidelberg.de
www.heidelberg.de/museum

LI, Jun
Seidenstickerei in der Art von Wuxi

 

Tonfiguren
"Schachspiel"

 

QIAO, Jinhong Bambusschnitzerei "Lotus und Reiher"