KUNST AUF PAPIER
Selten gezeigte Werke der Zeichenkunst aus 5 Jahrhunderten

Aus Anlass seines 100jährigen Hausjubiläums zeigt das Kurpfälzische Museum der Stadt Heidelberg vom 16. März bis zum 1. Juni  2008 den ersten Teil einer zweiteilig angelegten Sonderausstellung mit ausgewählten Beispielen aus den reichen Beständen der Graphischen Sammlung, die ca. 20.000 Blätter umfasst. Da Papierarbeiten aus konservatorischen Gründen jeweils nur für kurze Ausstellungszeiträume von wenigen Wochen an die Öffentlichkeit gelangen, sind die umfänglichen und zum Teil hochkarätigen Heidelberger Bestände weitgehend vor allem Kennern und Spezialisten bekannt.

Die Ausstellung „Kunst auf Papier“ will daher nun für ein allgemeineres Publikum einen Überblick über die Sammlung geben und einen großangelegten Bogen durch 5 Jahrhunderte spannen.

Im ersten Teil, der im Frühjahr 2008 präsentiert wird, werden Zeichnungen, Gouachen, Aquarelle und Pastelle präsentiert, im zweiten Teil, der nach der Erweiterung der Ausstellungsräume 2010 zu sehen sein wird, werden ausschließlich druckgraphische Arbeiten vorgestellt.

Die erste Präsentation mit ca. 100 Exponaten, großformatigen Arbeiten wie Miniaturen - mit Porträts, Historien-,  Genre-, Architektur- und Landschaftsdarstellungen und Stillleben - will einen eindrucksvollen Einblick in die vielgestaltige Ausdruckswelt der Zeichnung geben. Obschon der Sammlungsschwerpunkt des Hauses bekanntermaßen im 19. Jahrhundert liegt, das in der Ausstellung mit romantischen Blättern von Fohr, Rottmann und Fries vertreten ist, wird sie nun auch mit frühen Beispielen aus dem 16./17. Jahrhundert überraschen. Kaum gezeigt sind bisher die Bestände aus dem 20. Jahrhundert, darunter so bekannte Künstler wie Chagall, Kokoschka, Nolde und Schmidt-Rottluff.

Die chronologisch aufgebaute Präsentation wird begleitet von zahlreichen Skizzenbüchern, die den Besucher ganz unmittelbar am zeichnerischen Werkprozess teilnehmen lassen. Er soll darüber hinaus vertieft an die unterschiedlichen zeichnerischen Techniken, diversen Papierqualitäten oder buchbinderischen Arbeiten im Rahmen von Begleitveranstaltungen und Ausstellungsführungen herangeführt werden.

Katalog: € 30,- (Softcover-Ausgabe für das Museum) mit 80 ganzseitigen Farbabbildungen.

Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg
Hauptstraße 97, 69117 Heidelberg
Tel.: 06221 – 58 34 000 /20, Fax: 06221 – 58 34 900
kurpfaelzischesmuseum@heidelberg.de

Öffnungszeiten:
Di – So 10 – 18 Uhr

Eintritt in die Sonderausstellung: € 6,-, erm. € 4,50

Leporello zur Sonderausstellung KUNST AUF PAPIER (349,3 KB)

 

Weitere ausführliche Informationen zur aktuellen Sonderausstellung KUNST AUF PAPIER finden Sie auch auf folgender Website:

http://www.kunstundkosmos.de/Bildende-Kunst/Heidelberg-Handzeichnungen.html

 


Zeichenklasse beim Aktstudium

Kohle, schwarze Kreide, Weißhöhungen
Franz Anton von Leydensdorff (1721 - 1795)
nach 1769

 

Franz Kobell, mit der Rohrfeder zeichnend

Feder, braune Tinte
Wilhelm Alexander von Kobell (1766 - 1853)
1789

 

Iphigenie

schwarze Kreide, Pinsel/Aquarell
Anselm Feuerbach (1829 - 1880)
1861

 

Komposition in Blau

Pastellkreide in schwarz und blau
Hann Trier(1915 - 1999)
1964