3. Europäische Quilt-Triennale

15.10.2006 – 21.1.2007

Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Textilsammlung Max Berk · Kurpfälzisches Museum (ehemals Textilmuseum Max Berk) die Europäische Quilt-Triennale, die vom 15. Oktober 2006 bis 21. Januar 2007 in Heidelberg gezeigt wird.Seit 1984 bürgt der Wettbewerb, der bis zum Jahr 2000 als deutsche Quilt-Biennale veranstaltet wurde, für Qualität und hat seit vielen Jahren in der Szene für zeitgenössische und künstlerische Patchworkquilts einen internationalen Ruf.

Für die aktuelle 3. Triennale traf die siebenköpfige Jury aus insgesamt 221 Einreichungen aus 18 Ländern eine Auswahl von 37 Arbeiten aus 15 Nationen. Der 1. Preis in Höhe von € 1.500,- wurde der in Belgien lebenden Amerikanerin Linda Colsh für ihren Quilt „Cold Shoulder“ zuerkannt, der kritisch unseren Umgang mit der Überalterung der Gesellschaft beleuchtet. Den 2. Preis in Höhe von € 1.000,- erhielt die Arbeit „Lange haben die schwarzen Frauen geschwiegen“ der freischaffenden Künstlerin Ursula Rauch aus Deutschland, die sich seit vielen Jahren, so auch im vorliegenden Fall, mit dem Schicksal unterdrückter Frauen in der ganzen Welt beschäftigt. Der 3. Preis in Höhe von € 500,- wurde gleichermaßen der Schweizerin Ursula Gerber-Senger für ihre experimentelles Objekt „Feuerzeichen“ und der Österreicherin Evi Kirchmair-Krismer für ihre Arbeit „Ströme/Strömungen“ zuerkannt. Der Schweizerin wurde damit eine Anerkennung für ihre konsequente Bemühung um innovative Materialien für das Medium Patchworkquilt zuteil, während die Arbeit der Österreicherin durch die formale Umsetzung des Themas „Zeitströmungen“, wie z.B. den stets zunehmenden Anforderungen an jeden Einzelnen bzw. dessen Überforderung, überzeugte. Dass sich die preisgekrönten Arbeiten fast ausnahmslos mit politischen oder sozialen Themen beschäftigen und eine eher düstere Ausstrahlung besitzen, muss wohl als Zeitzeichen verstanden werden.

Ergänzt wird die Ausstellung durch jeweils eine Arbeit der Preisträgerin der letzten Triennale, Karen Fleming aus Nordirland, der deutschen Quilterin Inge Hueber sowie der Professorin für Textil/ Kunst&Design an der Kunstuniversität Linz, Marga Persson, die sämtlich der Jury angehören.

Im Anschluss an die Ausstellung in Heidelberg wird die 3. Europäische Quilt-Triennale noch im Kreismuseum Zons (2.2. – 9.4.2007), im Textilmuseum St. Gallen / Schweiz (3.5. – 29.7.2007) sowie beim Festival of Quilts in Birmingham (16. – 19.8.2007) zu sehen sein.

Ausstellungsort:

Textilsammlung Max Berk
Brahmsstraße 8
69118 Heidelberg-Ziegelhausen

Anfahrtsskizze (308,7 KB) (pdf-Datei, 309 KB)

Ausstellungsdauer:

15. Oktober 2006 bis 21. Januar 2007

Öffnungszeiten:

Mittwoch, Samstag, Sonntag 13-18 Uhr
geschlossen 24.12. und 31.12.2006
Sondertermine für Gruppen nach Vereinbarung

Eintritt: 

2,50 €, ermäßigt 1,50 €, Schüler 0,50 €

Begleitprogramm:

28./29. Oktober 2006 (14-18, 10-17 Uhr):  zweitägiger Workshop „Abenteuer Gestaltungslehre“ mit Gisela Hafer und Barbara Benedix
mehr Informationen zum Workshop (115,1 KB) (pdf-Datei, 116 KB)

8. November 2006 (19 Uhr): Diavortrag der Preisträgerin Linda Colsh über ihre künstlerische Arbeit in englisch
mehr Informationen zum Vortrag (106,2 KB) (pdf-Datei, 107 KB)

14. Januar 2007 (15-17.30 Uhr): „Eingefädelt. Zaubern mit Stoffen“. Ein Workshop für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene, mit Angelika Dirscherl

15. Januar 2007 (15.00 Uhr): Dia-Vortrag über die Geschichte des Patchworkquilts, Dr. Kristine Scherer

Weitere Informationen:

Textilsammlung Max Berk • Kurpfälzisches Museum
Telefon: 06221 800317, Fax: 06221 58 4699050
E-Mail: kmh-textilsammlung-max-berk@heidelberg.de

Linda Colsh (B)

"Cold Shoulder", 2006

 

Inge Mardal / Steen Hougs (F)

"Platform Work", 2005

 

Wille Groenewolt(NL)

"Erosion IV, Incision", 2005/2006

 

Karin Østergaard (DK)

"Spring Irresolution", 2005