Römischer Tiefbrunnen

Beim Bau einer Tiefgarage unter dem Altklinikum wurde 1994 ein mit Töpfereiabfall verfüllter römischer Tiefbrunnen freigelegt. Der gemauerte Brunnenschacht konnte bis auf die Sohle in 15 m Tiefe baubegleitend untersucht und der Inhalt geborgen werden.

Ehrenamtliche Mitarbeiterin

beim „Scherben-Puzzle“. Nachdem die Keramikscherben gewaschen und getrocknet sind, beginnt die mühsame Arbeit des Sortierens nach Farben und Warengattungen. Damit werden Scherben einzelnen Gefäßen zugeordnet, erst danach wird versucht, ein Gefäß zusammenzusetzen und zu kleben.

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Denkmalpflege

Seit seiner Gründung 1879 führt das Kurpfälzische Museum im Stadtgebiet und im näheren Umland archäologische Ausgrabungen durch.

Archäologische Denkmalpflege ist heute mehr denn je auf eine gute Kooperation aller Partner angewiesen. Dem Wunsch des Bauherren nach einer möglichst zügigen und kostengünstigen Fertigstellung seines Gebäudes steht der Auftrag des Archäologen gegenüber, die einzelnen Schichten des Bodens nach Überresten der Vergangenheit zu durchforschen und zu dokumentieren. In Heidelberg sind die Archäologen vor Ort und arbeiten mit den entsprechenden städtischen Ämtern, den Bauherren und Architekten Hand in Hand. Diese enge Zusammenarbeit erzielt schnell und effizient Ergebnisse. Als Untere Denkmalschutzbehörde erhält das Museum alle Bauanfragen zur Begutachtung, bei denen mit Bodeneingriffen in archäologisch relevanten Zonen zu rechnen ist. Die Stellungnahmen sind verbindlicher Bestandteil der Baugenehmigung. Auch die Umsetzung dieser Auflagen erfolgt durch das Museum, sei es in Form einer Baubeobachtung, einer baubegleitenden Untersuchung oder einer mehrmonatigen Ausgrabung. Dennoch ist der Archäologe aber immer wieder auf die Aufmerksamkeit der Bevölkerung angewiesen. Deshalb eine dringende Bitte: Melden Sie archäologische Funde und Beobachtungen! Sie helfen damit, unersetzbare Zeugnisse der Vor- und Frühgeschichte vor ihrer undokumentierten Zerstörung zu bewahren.
Gerade bei der Bearbeitung der vielen Ausgrabungsfunde ist die tatkräftige, engagierte Mithilfe ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unentbehrlich geworden. Sie helfen beim Reinigen und Magazinieren, sie unterstützen die Restauratoren in den Werkstätten und leisten Zuarbeiten bei der Katalogisierung und Inventarisierung der zahlreichen Funde. Sie sind unverzichtbar bei den Arbeiten in Diathek und Bildarchiv und nicht zuletzt dank ihres unermüdlichen Einsatzes kann die wissenschaftliche Aufarbeitung ausgegrabener Funde und Befunde zügig vorangehen.

Hier (25 KB) lesen Sie mehr über die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit am Kurpfälzischen Museum, die im Dezember 2009 mit der Verleihung der Bürgermedaille gekrönt wurde.

Im kompakter Form bietet der 2006 erschienene zweibändige "Archäologische Stadtkataster Baden-Württemberg / Band 32, Heidelberg" wertvolle Einblicke in die Stadtstruktur.
ISBN: 978-3-927714-86-1
(2006) 356 S., 123 Abb., € 40,- (2 Bände)

Gerne möchten wir Sie hier auf ein ganz besonderes Angebot aufmerksam machen:
Zum reduzierten Preis von € 17,50 kann diese umfangreiche Publikation bei den beiden folgenden Adressen bestellt werden:

"Förderkreis Archäologie in Baden"
Tel.: 06221 / 58 84 342
info@foerderkreis-archaeologie.de

Amt für Baurecht und Denkmalschutz der Stadt Heidelberg
technisches-buergeramt@heidelberg.de