Museumsgarten um 1870

Heidelberger Hauptstaße um die Jahrhundertwende

Heidelberger Hauptstaße um die Jahrhundertwende

Ansicht des Kurpfälzischen Museums um 1908

Heidelberger Kornmarktmadonna im Treppenhaus des Westflügels um 1970

Großer Salon Palais Morass um 1970

Treppenhaus des Palais Morass um 1970

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GESCHICHTE DES MUSEUMS

Mit seinen umfangreichen Sammlungsbeständen in den Bereichen Gemälde, Graphik und Skulpturen (15. – 20. Jh.), Kunsthandwerk, Archäologie, Stadtgeschichte und Kurpfalz bietet das Kurpfälzische Museum ein einzigartiges Bild der ehemaligen Kurpfalz und ihrer Hauptstadt Heidelberg.
Die Ursprünge des Museums gehen auf die Initiative des französischen Emigranten Charles de Graimberg zurück, der ab 1810 begann, sich der Geschichte des Heidelberger Schlosses und des pfälzischen Fürstenhauses zu widmen. Graimbergs ständig wachsende Sammlung umfasste schon bald Gemälde, graphische Blätter, Urkunden, Münzen und Medaillen, Waffen, Porzellan aus der Manufaktur Frankenthal und Skulpturen sowie Bauteile. Auch der berühmte Zwölfbotenaltar von Tilman Riemenschneider wurde bereits von Graimberg erworben. 1879 erfolgte der Ankauf der Graimberg’schen Sammlungen durch die Stadt. Vom Schloss auf die Hauptstraße verlegt, eröffnete man das Museum 1908 im 1712 errichteten Palais des Rechtsprofessors Philipp Morass als „Städtische Kunst- und Alterthümersammlung“. Der landesgeschichtliche Schwerpunkt hatte bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine erhebliche Erweiterung erfahren, als zahlreiche archäologische Funde dazukamen, vor allem durch die 1877 entdeckten Reste der römischen Neckarbrücke. Archäologische Grabungen in Heidelberg und dem Umland, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, ließen gerade diese Bestände erheblich wachsen.
Großzügige Stiftungen Heidelberger Bürger wie zum Beispiel die Sammlung Posselt trugen zum weiteren Ausbau der Sammlungsbestände bei. Einen weiteren Schwerpunkt der Schausammlungen bilden seit Beginn des 20. Jahrhunderts Kunstwerke zur Heidelberger Romantik. 2002 gelang dem Museum der Ankauf des „Tafelsilbers der Kurfürstin Elisabeth Augusta“, des einzigen komplett erhaltenen Tafelsilbers des 18. Jahrhunderts aus kurfürstlich-pfälzischem Besitz, das zu den bedeutendsten Anschaffungen der vergangenen Jahrzehnte zählt und Bestandteil der Dauerausstellung geworden ist.

Seit Eröffnung des Neubaus 1991, in dessen linkem Flügel der Heidelberger Kunstverein untergebracht ist, zeigt sich das Museum in modernem Gewand. Alte und neue Museumsbereiche wurden miteinander verbunden. Die Besucher haben die Möglichkeit eines Rundgangs, von den Räumen der Ur- und Frühgeschichte bis zur Gemäldegalerie des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die historischen Aufnahmen wurden uns freundlicherweise vom Stadtarchiv Heidelberg zur Verfügung gestellt. Beim Stadtarchiv liegen hierfür auch sämtliche Bildrechte.