Unterkiefer des Homo erectus Heidelbergensis

Fundort: Mauer (Kopie im Kurpfälzischen Museum)

Bronzestatuette eines Lar, um 100 n.Chr.

Inv. Nr. RN-Rot 1990/1100

Münzschatz aus Heidelberg-Neuenheim

Inv.Nr. HD-Neu 2000/186a (ff.)

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Archäologie

Die Archäologische Abteilung präsentiert in sieben Räumen auf 1.500 m² Fläche Archäologie und Geschichte des Unteren Neckarlandes.

Der Rundgang, der durch zwei Stockwerke des Museums führt, macht 600.000 Jahre Menschheitsgeschichte deutlich. Er beginnt mit der Altsteinzeit und dem weltweit bekannten Unterkiefer des „Homo Heidelbergensis“, der im KMH in einer hochwertigen Nachbildung gezeigt wird. Weiter geht es durch die Zeiten zur Sesshaftwerdung des Menschen in der Jungsteinzeit, den revolutionären Veränderungen in der Bronzezeit und zu den Lebensbedingungen der Kelten und Römer. Alamannisch/fränkischer Schmuck, Waffen und Tongeschirr geben wertvolle Hinweise auf die frühmittelalterliche Gesellschaft im Südwesten.
Die Römerzeit startet mit der germanischen Stammesgruppe der Neckarsueben und beschreibt die römische Geschichte der Region von der Besetzung bis zu den ersten Alamannen. Im Themenschwerpunkt „Römische Religion“ wird ein Mithräum in Szene gesetzt. Eine imposante, dem römischen Göttervater Jupiter gestiftete Säule wurde 2007 vom KMH komplett ausgegraben und steht heute im Treppenhaus des Museumsneubaus. Im Schauraum „Straße ins Jenseits“ sind Grabungsfunde aus dem größten römischen Bestattungsplatz Süddeutschlands im Heidelberger Stadtteil Neuenheim zu sehen. Hier fällt der Blick des Besuchers unweigerlich auf eine großformatig-leuchtende Illusion der einstigen Gräberstraße, der er sich auf regelmäßig am Boden aufscheinenden Abdrücken genagelter Römersandalen nähert. Im wunderschönen Museumsgarten begrüßt den Museumsbesucher die Jupitergigantensäule von Ladenburg.

Seit Juli 2005 arbeitet die Archäologische Abteilung des Kurpfälzischen Museums eng mit der 'Epigraphischen Datenbank Heidelberg' (EDH / Forschungsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften) zusammen. Im Zentrum der Kooperation steht hierbei ein erleichtertes Verständnis und unkomplizierterer Zugang zu antiken Zeugnissen, insbesondere der im Heidelberger Raum zutage gekommenen lateinischen Inschriften aus der Römerzeit. Alle im Kurpfälzischen Museum verwahrten Inschriftensteine können über die Seite http://www.epigraphische-datenbank-heidelberg.de/ kostenlos mit Foto und mit Inschrifttext abgerufen werden. Für Fragen stehen die Mitarbeiter der EDH unter der Tel.-Nr. 06221 / 54 - 22 39 bzw. per Mail unter epigraphische.datenbank@zaw.uni-heidelberg.de zur Verfügung.

Seit Februar 2007 ist die Geschäftsstelle des "Förderkreises Archäologie in Baden e.V." dem Kurpfälzischen Museum angegliedert, womit die Geschicke des Vereins erstmals seit der Gründung 1968 von der Kurpfalz aus gelenkt werden. Der Förderkreis vertritt seit mehr als 40 Jahren die Interessen und Belange der Archäologie im Landesteil Baden. Er finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, ist gemeinnützig und stellt Spendenbescheinigungen aus. Mit rund 1.500 Mitgliedern ist er ein wichtiger und sehr reger Interessensverband, der die Beitrags- und Spendenaufkommen seiner Mitglieder gezielt, schnell und unbürokratisch einsetzt.

Kooperationspartner des KMH ist seit 2015 das HCCH. Unter dem untenstehenden Link finden Sie weitere Angaben zur Organisation:

https://www.uni-heidelberg.de/hcch/organisation/mitglieder.html