Unterkiefer des Homo erectus Heidelbergensis

Fundort: Mauer (Kopie im Kurpfälzischen Museum)

Bronzestatuette eines Lar, um 100 n.Chr.

Inv. Nr. RN-Rot 1990/1100

Münzschatz aus Heidelberg-Neuenheim

Inv.Nr. HD-Neu 2000/186a (ff.)

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Archäologie

Die Archäologische Abteilung präsentiert in sieben Räumen auf 1.500 m² Fläche Archäologie und Geschichte des Unteren Neckarlandes.

Der Rundgang durch die Epochen beginnt im Untergeschoss, wo der Besucher als erstes auf das Thema „Methoden der Archäologie“ stößt. Darauf folgt bereits einer der Höhepunkte: der Homo erectus Heidelbergensis. Sein Aussehen, sein Lebensumfeld, seine Werkzeuge und die Fundgeschichte werden in Schrift und Bild beschrieben. Ein lebensgroßes Diorama zeigt den Alltag einer Familie aus der Jungsteinzeit. Die Inszenierung orientiert sich an einem Befund, der unter der Bezeichnung „Pfaff’s Große Grube“ Berühmtheit erlangte. Auf die Sektion der Bronzezeit und Kelten folgt die Römerzeit, die den weitaus größten Raum einnimmt. Beginnend mit der elbgermanischen Stammesgruppe der Neckarsueben wird die römische Provinzgeschichte von der Besetzung bis hin zur Aufgabe und der alamannischen Landnahme beschrieben. Die vielen Heidelberger Bodenfunde ermöglichen Lebensbilder von Alltag und Erwerbsgrundlage der Menschen im 1./2. Jahrhundert n. Chr. Der römischen Religion widmet sich ein Raum im Erdgeschoss. Eine lebensgroße Rekonstruktion des Heidelberger Mithräums gehört zu den Attraktionen des Museums. In der Sektion Mittelalter und Frühe Neuzeit erzählen schlaglichtartig einige wenige ausgewählte Exponate von der Blütezeit Heidelbergs als kurpfälzische Residenz. Der Gang durch die Geschichte endet mit dem Heiligenberg, dessen vieltausendjähriger Geschichte ein eigener Saal gewidmet ist.
Ausgrabungsfunde und –befunde sprechen nur im seltensten Fall für sich, sie bedürfen einer didaktischen Vermittlung durch Bild und Text. Die häufig bruchstückhaften Exponate werden mit Hilfe von Rekonstruktionen, Modellen, Dioramen und lebendigen Illustrationen in ihr ehemaliges Umfeld versetzt. Dies bietet neuerdings auch die Rekonstruktion eines römischen Speisezimmers (triclinium), in dem der Besucher selbst auf drei Speisesofas (kline) wie die Römer zu „Tische liegen“ kann.

Seit Juli 2005 arbeitet die Archäologische Abteilung des Kurpfälzischen Museums eng mit der 'Epigraphischen Datenbank Heidelberg' (EDH / Forschungsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften) zusammen. Im Zentrum der Kooperation steht hierbei ein erleichtertes Verständnis und unkomplizierterer Zugang zu antiken Zeugnissen, insbesondere der im Heidelberger Raum zutage gekommenen lateinischen Inschriften aus der Römerzeit. Alle im Kurpfälzischen Museum verwahrten Inschriftensteine können über die Seite http://www.epigraphische-datenbank-heidelberg.de/ kostenlos mit Foto und mit Inschrifttext abgerufen werden. Für Fragen stehen die Mitarbeiter der EDH unter der Tel.-Nr. 06221 / 54 - 22 39 bzw. per Mail unter epigraphische.datenbank@zaw.uni-heidelberg.de zur Verfügung.

Seit Februar 2007 ist die Geschäftsstelle des "Förderkreises Archäologie in Baden e.V." dem Kurpfälzischen Museum angegliedert, womit die Geschicke des Vereins erstmals seit der Gründung 1968 von der Kurpfalz aus gelenkt werden. Der Förderkreis vertritt seit mehr als 40 Jahren die Interessen und Belange der Archäologie im Landesteil Baden. Er finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, ist gemeinnützig und stellt Spendenbescheinigungen aus. Mit rund 1.500 Mitgliedern ist er ein wichtiger und sehr reger Interessensverband, der die Beitrags- und Spendenaufkommen seiner Mitglieder gezielt, schnell und unbürokratisch einsetzt.

Kooperationspartner des KMH ist seit 2015 das HCCH. Unter dem untenstehenden Link finden Sie weitere Angaben zur Organisation:

https://www.uni-heidelberg.de/hcch/organisation/mitglieder.html