Heidelberg, Marstallhof, 1901

Karl Weysser (1833-1904)
Öl/ Leinwand,
Inv. Nr. G 468

Bildnis Marianne Weber (1870-1954)

Marie Davids (1874-1905), 1896 Öl/ Leinwand,
Inv. Nr. G 2115

Zeitungslesende Bürger

Unbekannter Künstler, („Die 1848er“) um 1850 Öl/ Leinwand,
Inv. Nr. G 1201

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Stadtgeschichte

Die Präsentation der Stadtgeschichte schlägt einen großen Bogen vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert.

Unter den mächtigen Kellergewölben des Palais Morass ist die Steinsammlung zur Stadtgeschichte untergebracht. Das so genannte Lapidarium zeigt neben einem Modell der mittelalterlichen Kernaltstadt die ältesten steinernen Relikte Heidelbergs, vor allem mittelalterliche Epitaphien und Schlusssteine aus dem ehemaligen Augustinerkloster, Architekturteile einiger im Orléansschen Erbfolgekrieg zerstörter Bürgerhäuser, frühbarocke Skulpturen, Wappensteine sowie einen Grenzstein der Heidelberger Studentenjagd aus dem Jahr 1790. In einem zweiten, der „Alten Brücke“ gewidmeten Raum sind die originalen Brückenfiguren des Hofbildhauers Linck aufgestellt: Kurfürst Carl Theodor und die Göttin Minerva, ferner der heilige Nepomuk, der Herkules vom Marktplatzbrunnen sowie eine Büste Kurfürst Johann Wilhelms. Kobells einzigartiger Bilderzyklus des Eisgangs von 1784 dokumentiert die verheerenden Folgen dieser Naturkatastrophe, die zum Bau des berühmten Wahrzeichens der Stadt führten. Der dritte Saal des Untergeschosses zeigt spektakuläre Funde der stadtarchäologischen Grabungen auf dem Kornmarkt. Durch die Rekonstruktion einer Küche mit Feuerstelle und Möbeln wird hier das „Leben in Heidelberg um 1600“ nachvollzogen. Das Modell eines Pfründhauses sowie eine maßstabsgetreu nachgebaute Latrine erlauben darüber hinaus Einblicke in die städtische Ver- und Entsorgung zu dieser Zeit. In das bürgerliche Zeitalter und die neuere Entwicklung ab 1800 führen vier Räume im Erdgeschoss des Palais Morass. Anhand von Gemälden, Stichen, Möbeln, Büchern und Gebrauchsobjekten werden wichtige Personen und Ereignisse der neueren Stadtgeschichte dargestellt. Schwerpunkte bilden die „Heidelberger Romantik“, die „Badische Revolution um 1848/49“ und „Heidelberg um 1900“.