Amishquilt "Bärentatze"

Ohio / U.S.A. um 1910
Baumwolle, Satin Patchwork, gequiltet
205 x 168 cm
Inv.-Nr.: 2/140

Taschentuch "Louisiana Purchase Exposition"

U.S.A. 1904
im Stahlstichverfahren bedruckte Seide, Tüllspitze
31,5 x 31,5 cm
Inv.Nr. 2 /546

Kleid aus Klöppelspitze

wahrscheinlich Russland, 20er Jahre 20. Jahrhundert
Inv.Nr. 2/481-40

Umschlagtuch (hinggi)

Sumba, Indonesien
Frühes 20. Jahrhundert
Kettrips, Kettikat
Hirschpaare, Papageienpaare, habaku-Motiv
Zeremonielles Umschlagtuch für adelige Männer; Grabbeigabe
250 x 117 cm
Inv.Nr.: 2/141

Textilsammlung Max Berk

 
Die idyllisch im Neckartal gelegene Textilsammlung Max Berk wurde im Jahre 1978 von dem Heidelberger Fabrikanten Max Berk in Eigeninitiative gegründet und ist seit Januar 2002 der Abteilung Kunsthandwerk des Kurpfälzischen Museums der Stadt Heidelberg angegliedert.
Sie befindet sich in der 1733 von Johann Jakob Rischer erbauten, ehemaligen evangelischen Kirche von Ziegelhausen sowie dem angebauten Pfarrhaus. Die Ausstellungsfläche beläuft sich heute auf ca. 600 m².
Das Museum selbst gliedert sich in mehrere, jedoch nur temporär zu besichtigende Ausstellungsbereiche. Im Vordergrund steht ein umfangreicher Fundus von Damenkostümen, wobei einige Originale bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückreichen. Ergänzt wird dieser Bereich durch verschiedene Accessoires, textile Gebrauchsgegenstände und dekorative Textilobjekte. Wertvolle Exponate aus dem außereuropäischen Raum, wie zum Beispiel Textilien aus Indien, Batiken aus Java, Ikats aus Bali und peruanische Grabfunde findet der Besucher in einem weiteren Bereich. Eine bedeutende und umfangreiche Sammlung antiker Patchwork-Quilts aus England und den USA aus den letzten zwei Jahrhunderten stellt einen der Schwerpunkte der Textilsammlung Max Berk dar. Schließlich werden in einem didaktischen Bereich einzelne Produktionsmethoden sowie die Entstehung der verschiedenen tierischen und pflanzlichen Fasern erläutert. In diesem Bereich sind auch verschiedene Produktionsmaschinen wie Spinnräder oder ein Handwebstuhl von 1850 ausgestellt.
Einen attraktiven Anziehungspunkt stellen neben der ständigen Sammlung aber vor allem die regelmäßig durchgeführten Sonderausstellungen dar. Neben kostümgeschichtlichen und ethnologischen Ausstellungen werden insbesondere Werke bekannter in- und ausländischer Textilkünstler gezeigt.
Insgesamt hat die Textilsammlung Max Berk in den 38 Jahren seit ihrem Bestehen mehr als 150 Sonderausstellungen veranstaltet. Dazu gehörten unter anderem Tapisserien der bekannten französischen Künstlerin Yvette Cauquil-Prince, flämische Gobelins des 17. Jh., Batiken des japanischen Kaiserpreisträgers Taizo Minakawa, Wandbehänge der bedeutenden kolumbianischen Textilkünstlerin Olga de Amaral sowie Arbeiten der „Internationalen Biennale der Spitze, Brüssel“.
Internationale Bedeutung hat das Textilmuseum aber vor allem durch die regelmäßige Ausrichtung der „Quilt-Biennale“ erlangt. Dieses einzigartige Forum deutschsprachiger Quilt-Kunst wurde im Jahre 1984 von Doris Winter, der inzwischen verstorbenen Tochter von Max Berk, ins Leben gerufen und wird seit 2000 als Europäische Quilt-Triennale ausgerichtet.

Zur aktuellen Sonderausstellung "Color Improvisations 2"

Service:

Textilsammlung Max Berk • Kurpfälzisches Museum
Brahmsstraße 8
69118 Heidelberg-Ziegelhausen
Telefon: 06221 800317
Fax: 06221 809657
E-Mail: kmh-textilsammlung-max-berk@heidelberg.de

Öffnungszeiten:

Mittwoch, Samstag, Sonntag, 13 - 18 Uhr
Gruppenbesichtigungen nach Voranmeldung auch außerhalb dieser Zeiten möglich

Eintrittspreise:

regulär € 2,50
ermäßigt € 1,50
Schüler über 16 Jahre € 1,50
Kinder unter 16 Jahren frei

Öffentliche Verkehrsmittel:

Buslinie 33 Richtung Köpfel, Haltestelle Brahmsstraße
ausreichende Parkmöglichkeiten an der Uferstraße und auf dem „Kuchenblech“

Anfahrtsskizze (308,7 KB) (pdf-Datei 309 KB)