Studioausstellungen 2017

ZUM REFORMATIONSTAG 2017

01. Oktober bis 13. November 2017
„Martin Luther als Junker Jörg“
Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 zeigt das KMH ein besonderes Blatt aus seiner Graphischen Sammlung auf der Empore im Riemenschneidersaal. "Martin Luther in Pathmo. 1521." ist die Radierung von Heinrich Göding dem Älteren (1531-1606) betitelt. Das Werk datiert von 1598. Göding präsentiert im Vordergrund prominent ein Ganzfigurenbildnis des Reformators mit Rüstung und Schwert als Junker Jörg. Zu seinen Füßen liegt eine Bibel. Im Hintergrund ist die Stadt Worms zu sehen. So weist die Darstellung auf Luthers Bibelübersetzung hin und erzählt in Verbindung von Titel und Bild die Vorgeschichte. 1521 sollte Luther auf dem Reichstag in Worms seine Lehre widerrufen. Als er dies nicht tat, war die Reichsacht unausweichlich. Zu seiner eigenen Sicherheit musste der nun vogelfreie Reformator aus der Öffentlichkeit verschwinden. Sein Landesfürst, Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen, gewährte ihm als Junker Jörg Zuflucht auf der Wartburg. In Anspielung auf Luthers Zeit im Exil wird im Titel „Pathmos“ (NT Offenbarung 1,9) genannt, Ort der Verbannung des Johannes.

IM RAHMEN DER 12. FRANZÖSISCHEN WOCHE 2017

24. Oktober bis 13. November 2017
„Madame et Monsieur- Gespräche am Hofe Ludwigs XIV.“
Um das ausdrucksvolle Porträt der Madame de Montespan als „Europa auf dem Stier“, umgeben von ihren drei Söhnen, versammeln sich zur Französischen Woche die bedeutendsten Protagonisten am Hofe des Sonnenkönigs in druckgrafischen Bildnissen und aquarellierten Miniaturen. Dank der Briefe der Liselotte von der Pfalz entsteht ein lebendiges Bild ihrer Beziehungen untereinander. Ludwig XIV. schuf an seinem Hof in Versailles ein einzigartiges Schauspiel von Macht und Pomp mit ihm als gekröntem Mittelpunkt. Dem Sonnenkönig zu gefallen
oder ihn gar zu beeinflussen war das ersehnte Ziel vieler Höflinge und zahlreicher schöner, machtbewusster Frauen. Zu ihnen zählte auch die Marquise de Montespan, deren Ausstrahlung der ‚premier peintre du roi‘ , Pierre Mignard, auf seinem Gemälde festhielt. Ihre "unnachahmliche Tour“ bewunderte selbst Liselotte von der Pfalz, eine scharfzüngige Kritikerin des intriganten Treibens am Hofe.

Pierre Mignard, Entführung der Europa, um 1675

"Labyrinthisch" - Gotthard Glitsch zum 80. Geburtstag

Radierungen, Skizzen und Tuschezeichnungen aus den Beständen der Graphischen Sammlung

Ausstellungsvorschau 2018

Sonderausstellungen

"Menschen"

Fotokunst aus der Sammlung Braus
15. März bis 24. Juni 2018
Mit 200 ausgewählten Werken aus der Sammlung Braus präsentiert das KMH einen Querschnitt durch nationales und internationales fotografisches Schaffen. Die Sammlung ist eine Hommage an die Gattung der künstlerischen Fotografie und zugleich auch an die fotografierenden Menschen, von denen einige im Laufe der Zeit zu Freunden des Sammlers geworden sind. Ob Reportage, Porträt, Inszenierung oder kunstvoll ins fotografische Licht gesetzte Erotik – herausragende Vertreter der Fotografie wie Will McBride, Jeff Mermelstein, Karin Szekessy, Flor Garduno, Robert Häusser, Fritz Henle, Thomas Höpker oder Oliver Rath zeigen in s/w und Farbe ihr künstlerisches Universum.
„Mein Sammeln von Fotografien entstand von Anbeginn meiner Tätigkeit als Verleger und Büchermacher (1982). Mich hat bei der Fotografie von Anfang an und primär interessiert, was Bilder emotional bei mir auslösen, gleichgültig, ob sie von bekannten oder unbekannten Autoren stammen. Warum sammle ich? Weil ich gerne mit den Mitteln der Fotografie und ihrer Aussagen erfahren will, was die "Welt im Innersten zusammenhält". (G. Braus)

Foto: Martin Grothmaak, La Traviata für Pudenz, 2012

"Unwirklichkeiten"

Vom Traum der Romantik zum Imaginären der Moderne
14. Oktober 2018 bis 17. Februar 2019

Um 1900 vollziehen die Künstler der Avantgarde einen radikalen Bruch: Sie wenden sich von der Naturnachahmung ab und schaffen „Unwirklichkeiten“. Farbe und Form verselbständigen sich und gewinnen zugleich Symbolcharakter. Das Innenleben des Künstlers wird zum Motor seiner Kunst. Die Wurzeln dieser neuen imaginativen Kunst liegen bereits in der Romantik. In fünf thematischen Sektionen schlägt die Ausstellung den Bogen vom 19. bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert. Vertreten sind bedeutende Künstler wie Caspar David Friedrich, Carl Rottmann, Lovis Corinth, Edvard Munch, Alfred Kubin, Giorgio de Chirico, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein.

Constantin von Kügelgen, Die Blaue Grotte, 1833



Textilsammlung Max Berk Ziegelhausen

Monika Sebert: Moments of a Soul © Künstlerin

Wandlungen. Retrospektive - Perspektive

Jubiläumsausstellung anlässlich des 20jährigen Bestehens von Quiltkunst e.V.

19. November 2017 bis 18. Februar 2018

Mehr lesen zur Ausstellung "Wandlungen



7. Europäische Quilt-Triennale

voraussichtlich 9. September 2018 bis 6. Januar 2019

Bereits zum siebten Mal richtet die Textilsammlung Max Berk/Kurpfälzisches Museum im Herbst 2018 die Europäische Quilt-Triennale aus. Die Ausschreibungsunterlagen zu diesem renommierten europäischen Wettbewerb finden Sie hier (429,6 KB). Demnächst wird auch ein Assistent für Onlinebewerbungen verfügbar sein. Bewerbungsschluss ist der 10. Januar 2018.

This is the seventh time that the Textile Collection Max Berk will be hosting the European Quilt Triennial competition in autumn 2018. The application form is available here (318,2 KB). Soon you can also find an online assistant. The registration deadline will be the 10th of January 2018.

Ici (465,6 KB) vous trouvez les conditions du concours de la 7e Triennale Européenne du Quilt.