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Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelbergzurück

       

 

Der kleine Narr, 1542


Hans Sebald Beham (1500 - 1550)
Kupferstich, Inv. Nr. S 8829

Der unflätige kleine Narr des Nürnberger Kleinmeisters H.S.Beham hat sich in einem kunstvoll verschlungenen Schriftband verfangen, das sinnfällig Bezug auf das kleine Kothäufchen zwischen seinen Füßen nimmt:"ON DIR HAB ICH GERISEN / DAS ICH MICH HAB BESCHISEN". Außerdem zeigt er sich mit "klassischen" Attributen seiner "Zunft", mit Narrenhut und Pritsche - die verschiedene negative Eigenschaften symbolisierten, die der Figur des Narren zugewiesen wurden. So sollten die Eselsohren der Narrenkappe die Dummheit versinnbildlichen und die an ihr befestigten Schellen auf das Fehlen der christlichen Nächstenliebe verweisen. Die Pritsche, der Narrenstab, der an der Spitze ein Porträt des Trägers oder einen Spiegel zeigte, veranschaulichte die Selbstgefälligkeit.

Foto: Museum (K. Gattner)