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War der Spaziergang zunächst ein adeliges Privileg, so wurde der Gang durch die Natur um 1800 zum bürgerlichen Zeitvertreib. Geschätzt wurde die ästhetische Naturerfahrung ebenso wie das gesellige Vergnügen im Freien, zu dem auch Sehen und Gesehen werden, politisches Räsonieren sowie der Austausch von Neuigkeiten gehörten. Ob Kavalier oder Dame - der elegant und kostbar gestaltete Spazierstock war über drei Jahrhunderte unerlässliches modisches Accessoire für jeden Spaziergänger und verriet viel über dessen Status und Vorlieben. In der Regel handelt es sich um Einzelanfertigungen, die nach den Wünschen der Käufer angefertigt wurden. Die Stockgriffe bieten eine Vielfalt an Motiven und Materialien.
Mehr als 200 kostbare Spazierstöcke aus mehreren deutschen Privatsammlungen werden drei Monate lang in einer Kabinettausstellung im Kurpfälzischen Museum zu sehen sein. Ein Rahmenprogramm ist in Vorbereitung.
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