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Kunstwerke des Monats

2019

Bildnis des H. G. E. Paulus, um 1810 - 1820 (Foto: KMH)

Dezember 2019

Der Schubladenfund "G 1"

Bei der Neuordnung der Gemäldedepots wurde 2018 in einer Schublade das kleine Porträt eines älteren Mannes gefunden. Auf der Rückseite ist neben der Bezeichnung des Künstlers und des Dargestellten die Inventarnummer „G 1“ vermerkt. Damit steht das Werk am Anfang des heute gültigen Gemäldekatalogs im Kurpfälzischen Museum. Im weiterführenden Text wird sowohl die Person des Dargestellten, als auch die museumsspezifische Systematik der Inventarisierung beleuchtet. Weitere Schwerpunkte bilden die Dokumentation der technologischen Untersuchungen sowie die Fortführung einer in den 1990er Jahren begonnen Restaurierung. (SV)

Frühmittelalterliche Schuhgarnitur Gefunden 1972 im Reihengräberfriedhof „Alter Berg“, Spalten von links nach rechts: Schnalle mit Dorn und Bügel, Gegenbeschlag, Riemenzunge. Eisen mit Silbertauschierung, Kupferlegierung. 1. Hälfte 7. Jahrhundert n. Chr. (Foto: KMH)

November 2019

Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh

In der archäologischen Sammlung des Kurpfälzischen Museums schlummern bisweilen kleine Schätze, die erst durch technische Analysen und die fachkundige Hand des Restaurators ihren wahren Charakter zeigen. Die
Kunstfertigkeit dessen, was vor fast 50 Jahren in knapper Not vor der Zerstörung durch die Planierraupe gerettet werden konnte, blieb dem Auge des Betrachters lange unter einer Rostschicht verborgen.

Frans Brun nach Daniel van Bremden Kupferstich und Radierung, 1627, 490 x 800 mm, Inv. Nr. S 323, angekauft 2005 (Foto: KMH)

Oktober 2019

Die Verwandtschaft zwischen den Fürsten von Oranien, den Grafen von Nassau-Dietz und Friedrich V.

Familienporträts von Königen, Adligen oder Patriziern erfreuten sich in der Frühen Neuzeit großer Beliebtheit. Die Dargestellten lassen sich meist als die beiden Eltern mit ihren Kindern identifizieren. Die hier abgebildete Druckgraphik zeigt Friedrich V., den sogenannten „Winterkönig“ (3. v. l. in der Reihe der stehenden Personen) mit seiner Familie. Die Zahl der Porträtierten geht allerdings weit über die Zahl der Kinder des Winterkönigs und seiner Frau Elizabeth Stuart (2. v. l. in der Reihe der sitzenden Personen) hinaus. Wen bildete der Künstler Daniel van Bremden also noch ab und warum?

Drei Gefäße, Lotte Reimers (Foto: KMH)

September 2019

Die Keramikerin Lotte Reimers – ERDE | FORM | FARBE

Kernige Typen stehen da beisammen, eine kleine Gesellschaft, die eine eigenartige Architektur bildet: drei bräunliche Körper, die miteinander in ihren festen Formen aus gebranntem Ton zu kommunizieren scheinen. Diese Arbeiten der Keramikerin Lotte Reimers entstanden, wie alle ihre Gefäße, ohne Töpferscheibe. Sie baut sie frei aus unterschiedlichen, grobkörnigen Tonerden auf.

Das Wachsbildnis des Bürgermeisters Bernhard Leimer (Foto: KMH)

August 2019

Das Wachsbildnis des Bürgermeisters Bernhard Leimer

In den Sammlungen des Kurpfälzischen Museums Heidelberg befindet sich ein kleines Porträt von Bernhard Leimer, einem Bürgermeister der Stadt Heidelberg, das als Wachsrelief ausgeführt ist. Der Name des Porträtierten ist auf der Rückseite des Rahmens vermerkt.

Franziska Becker „Letzte Warnung“ (Foto: KMH)

Juli 2019

Franziska Becker „Letzte Warnung“

„Vorhang auf!” Mit einem Blick vom ersten Rang beginnt das große Beckersche Papiertheater in allen Farben. Franziska Becker gönnt uns Einblicke ins Paradies. Spot an: hell leuchten die Hauptpersonen, die große Göttin, die warnende Worte an Ada und Eva richtet, die sich im
Garten Eden gerade hemmungslos an den leckeren Früchtchen vom großen Kirschbaum am linken Bildrand gütlich getan haben.

Iuppiter Capitolinus auf einer Gemme aus dem Odenwald (Foto: KMH)

Juni 2019

Großer Gott ganz klein

Seit der Mitte der 1990er Jahre ist in Meckesheim, im südwestlich des Ortes gelegenen Gewann „Fürth“, eine römerzeitliche Siedlungsstelle bekannt. Günter Kreß, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Kurpfälzischen Museums Heidelberg, hatte diese durch systematische Geländebegehungen und die Bergung von Tonscherben, Dach- und Hypokaustziegeln nachgewiesen. Terra Sigillata aus Rheinzabern und Blickweiler datieren die Siedlungsstelle in die 1. Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine „villa rustica“, eines jener Landgüter, wie sie in der Römerzeit flächendeckend überall dort entstanden, wo es fruchtbaren Boden gab.

Die neue Brücke in Heidelberg, 1912 Feder in Schwarz über schwarzer Kreide, Korrekturen in Deckweiß, auf weißem Papier,

Mai 2019

Die neue Brücke in Heidelberg

Wer von der Heidelberger Altstadt schnellstmöglich nach Neuenheim gelangen möchte, nutzt die Theodor-Heuss- Brücke, die vor 1964 Friedrichsbrücke und vor 1905 Neue Brücke hieß.

Dreirad, Bielefeld, erworben 1962 Herstellermarke: Stern in Blüte (Foto: KMH)

April 2019

Flotter Flitzer

Das Kinderdreirad mit Kettenantrieb wurde im Jahre 1962 erworben, verschenkt und anschließend für einige Jahre auf den Gehsteigen von Wiesbaden – meist unter Aufsicht eines Elternteils – intensiv genutzt, wie ein Foto belegt.

Mädchen mit Margerite, 1919, signiert und datiert, Öl auf Leinwand, 91 x 77 cm, Inv. Nr. G2059

März 2019

Mädchen mit Margerite

Jedes Kind kennt diesen Zählreim, bei dem eine Blume als Liebes-Orakel befragt wird. Ursprünglich stammt dieses Kinderspiel aus Frankreich und heißt dort „Effeuiller la Marguerite“ (Blütenblätter abzupfen). Hier schwingt der Name der Blume mit, die Karl Schmidt-Rottluff seinem Mädchen in die Hände gelegt hat.

Die ehemalige Neumühle in Heidelberg nach dem Eisgang 1784, (Foto: KMH)

Februar 2019

Ferdinand Kobell (1740 – 1799)

Der achtteilige Gemäldezyklus Ferdinand Kobells zeigt die Zerstörung Heidelbergs und Neckarhausens durch den Eisgang und die Neckarüberschwemmung im Jahr 1784. Als einzigartiges bildliches Zeugnis dokumentieren die Werke eine Naturkatastrophe von europaweiten Ausmaßen.

Spielerei - Ein historisches Holzauto (Foto: KMH)

Januar 2019

Spielerei - Ein historisches Holzauto

Als der erste reinrassige Sportwagen der Welt gilt der Austro Daimler „Prinz Heinrich“ aus dem Jahre 1909. Von diesem damals innovativen Modell könnte der Spielzeugwagen aus dem Kurpfälzischen Museum inspiriert sein.

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