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Herkules – Unsterblicher Held

ursprünglich geplant vom 25. März bis 12. Juli 2020

Kurzfilme zu den Ausstellungshighlights finden Sie hier am Seitenende oder direkt auf unserem YouTube-Kanal
 
Er ist bärenstark, klug und listig. Und mit seinen übermenschlichen Fähigkeiten kommt Herkules den Göttern nah. In der Ausstellung „Herkules — unsterblicher Held“ begibt sich das Kurpfälzische Museum auf die Spuren des jahrtausendealten Mythos. 
In Heidelberg ist Herkules, griechisch Herakles, längst prominent zuhause. Er stützt sich auf seine Keule auf dem Marktplatz vor Heiliggeistkirche und Rathaus, er blickt von der Schlossfassade in die Ferne und ist zusätzlich lokalpolitisch tätig: auf der Heidelberger Seite der Rhein-Neckar-Zeitung schwingt er regelmäßig seine Keule gegen Missstände aller Art. 

Herkules fängt die Hirschkuh mit dem goldenen Geweih, Leihgabe aus dem Antikenmuseum Basel (Foto: KMH/Seele)
Blick in die Ausstellung: Herkules bezwingt die Hirschkuh mit dem goldenen Geweih, Leihgabe des Antikenmuseums Basel (Foto: KMH).

Dass die römische Jupitergigantensäule des Kurpfälzischen Museums den Helden zusammen mit Juno, Merkur und Minerva abbildet, unterstreicht die herausragende Bedeutung des Halbgottes Herkules in der antiken Mythologie. Herkules, Sohn des Zeus und der sterblichen Alkmene, bleibt bis heute ein ambivalenter Held. Seine Kraft ist ebenso sprichwörtlich wie seine Unbeherrschtheit. Die zwölf Arbeiten, die er zur Sühne für seine Raserei verrichten musste, sind unerschöpfliche Themen in der Kunst, dem Theater, in Film und Literatur. In der Antike Gegenstand religiöser Verehrung, galt er im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit als mächtiger Streiter für das Gute.

Gemeinsam mit dem Swiss Lab for Culture Projects in Lugano widmet ihm das Kurpfälzische Museum eine große Sonderausstellung. Antike Vasen, provinzialrömische Bronzestatuetten, die Rekonstruktion der Cathedra Petri sowie Gemälde, Grafiken und Porzellan zeigen Herkules in unterschiedlichster Weise. Dabei treffen bedeutende Leihgaben aus deutschen und schweizerischen Museen auf Heidelberger Exponate. Angefragte Leihgaben aus Rom, Neapel und Turin können bedauerlicherweise nicht gezeigt werden. 

Aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus ist die Eröffnung der Ausstellung „Herkules – Unsterblicher Held“ bis auf weiteres verschoben. Bleibt der Held ohne Publikum oder das Publikum ohne Held? Das Gespräch zwischen Museumsdirektor Frieder Hepp und Kulturredakteur Jörg Tröger (SWR) beleuchtet die Ausstellung und den antiken Helden in Heidelberg.

Zehn Kurzfilme erläutern die schönsten Exponate

Herkules meistert jede Herausforderung. Trotz geschlossener Ausstellungsräume findet er den Weg auf Ihr Display. Sie wählen nun selbst, in welche Epoche und Kunstgattung Sie mit Herkules eintauchen möchten. Viel Vergnügen dabei!