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Archäologische Denkmalpflege

Vermessen und Dokumentieren gehören zu jeder archäologischen Ausgrabung. (Foto: Kemmet)
Vermessen und Dokumentieren gehören zu jeder archäologischen Ausgrabung. 

Seit seiner Gründung 1879 führt das Kurpfälzische Museum im Stadtgebiet und im näheren Umland archäologische Ausgrabungen durch.

Archäologische Denkmalpflege ist heute mehr denn je auf eine gute Kooperation aller Partner angewiesen. Dem Wunsch des Bauherrn nach einer möglichst zügigen und kostengünstigen Fertigstellung seines Gebäudes steht der Auftrag des Archäologen gegenüber, das archäologische Denkmal vor der Zerstörung durch das Bauvorhaben zu schützen oder wenigstens für die Nachwelt zu dokumentieren.

Die Stadtarchäologie am Kurpfälzischen Museum Heidelberg ist vor Ort und arbeitet mit den entsprechenden städtischen Ämtern, den Bauherren und Architekten Hand in Hand. Diese enge Zusammenarbeit erzielt schnell und effizient Ergebnisse. 

Als Untere Denkmalschutzbehörde erhält das Museum alle Bauanträge zur Stellungnahme, bei denen mit Bodeneingriffen in archäologisch relevanten Zonen zu rechnen ist. Die Stellungnahmen sind verbindlicher Bestandteil der Baugenehmigung.

Ausgrabungsstätte (Foto: Kemmet)
Ausgrabungsstätte

Auch die Umsetzung dieser Auflagen erfolgt durch das Museum, sei es in Form einer Baubeobachtung, einer baubegleitenden Untersuchung oder einer mehrmonatigen Ausgrabung. 

Archäologie braucht Beobachter und Helfer

Dennoch ist der Archäologe aber immer wieder auf die Aufmerksamkeit der Bevölkerung angewiesen. Deshalb eine dringende Bitte: Melden Sie archäologische Funde und Beobachtungen!

Sie helfen damit, unersetzbare Zeugnisse der Vor- und Frühgeschichte vor ihrer undokumentierten Zerstörung zu bewahren. Auch bei der Bearbeitung der vielen Ausgrabungsfunde ist die tatkräftige Mithilfe ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unentbehrlich geworden. Wir freuen uns, wenn Sie sich für eine solche Tätigkeit interessieren. Mehr dazu