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Herkules – Unsterblicher Held

Bergung der Jupitergigantensäule in Heidelberg Neuenheim, Sommer 2007 (Foto: KMH, E.Kemmet)
Bergung der Jupitergigantensäule in Heidelberg Neuenheim, Sommer 2007 (Foto: KMH, E.Kemmet)

25. März bis 12. Juli 2020
Herkules, griechisch Herakles, ist in Heidelberg präsent. Er stützt sich auf seine Keule auf dem Marktplatz vor Heiliggeistkirche und Rathaus und ist zusätzlich lokalpolitisch tätig: in der regelmäßigen Glosse der Stadtredaktion der lokalen Rhein-Neckar-Zeitung, in der er seine Keule gegen Missstände stadtintern und stadtextern schwingt.

Gemeinsam mit dem Swiss Lab for Culture Projects in Lugano widmet ihm das KMH im Frühjahr und Sommer 2020 nun eine große Sonderausstellung. Herkules, Sohn des Zeus und der sterblichen Alkmene, bleibt bis heute ein ambivalenter Held. Seine Kraft ist ebenso sprichwörtlich wie seine Unbeherrschtheit. In der Antike Gegenstand religiöser Verehrung, galt er im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit als mächtiger Streiter für das Gute. In Heidelberg steht er symbolisch für den Kurfürsten.

Die zwölf Arbeiten, die er zur Sühne für seine Raserei verrichten musste, sind unerschöpfliche Themen in der Kunst, dem Theater, in Film und Literatur.

Die Ausstellung präsentiert spektakuläre Objekte in Kooperation mit Partnern aus Basel, Rom, Neapel und Turin, zum Teil erstmals gezeigt. Bedeutende archäologische Funde kommen aus großen deutschen Museen und dem Antikenmuseum und Abguss-Sammlung der Universität Heidelberg.

Ein markanter Herkules aus dem 2. Jh. n.Chr. ist auch Bestandteil eines der spektakulärsten Funde, die die Archäologen des Kurpfälzischen Museums (KMH) jemals machten. Ausgrabungen in HD-Neuenheim im Sommer 2007 führten direkt zu einer nahezu vollständig erhaltenen Jupitergigantensäule. Auf dem dazugehörigen Viergötterstein prangen Juno, Merkur, Minerva und – Herkules.