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„Königskinder“

Das Schicksal des Winterkönigs und seiner Familie

6. Oktober 2019 – 16. Februar 2020

Screenshot SWR-Beitrag zur Ausstellung
SWR-Beitrag zur Ausstellung

Das bewegte Schicksal des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz und seiner Familie beginnt mit einer Traumhochzeit, gipfelt im Verlust eines Königreichs und endet Jahrzehnte später mit der Rückgewinnung der Kurpfalz.

Nach der Heirat Friedrichs V. mit der englischen Prinzessin Elizabeth Stuart 1613 erlebt Heidelberg eine kurze Blütezeit. Mit Friedrichs Annahme der böhmischen Königskrone 1619 wendet sich das Blatt jedoch. Die europäische Mächteverteilung ist in Frage gestellt. Der böhmisch-habsburgische Konflikt weitet sich zu einem protestantisch-katholischen Konflikt aus, der europäische Dimensionen annimmt und zum Dreißigjährigen Krieg führt. Die Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg bei Prag zwingt die königliche Familie zur Flucht in die Niederlande. "Winterkönig! König einen Winter lang" verspotten Gegner den Kurfürsten Friedrich V.

Der Heidelberger Schlossgarten „Hortus Palatinus“ Jacques Fouquières, vor 1620 (Foto: KMH)
Der Heidelberger Schlossgarten „Hortus Palatinus“, Jacques Fouquières, vor 1620

Untrennbar ist mit Friedrichs Aufstieg und Fall auch das Schicksal Heidelbergs und das Los seiner vielköpfigen Familie verbunden. Elizabeth Stuart, die frühverwitwete "Winterkönigin", versucht als Staatsfrau wider Willen von ihrem Exil in Den Haag aus, die Kurpfalz für ihren Sohn Karl Ludwig zurückzugewinnen. Prinz Ruprecht, der drittälteste Sohn, macht als "the last Cavalier" und Admiral in englischen Diensten Karriere. Die älteste, sprachbegabte Tochter Elisabeth korrespondiert mit René Descartes, so dass dieser ihr sein Hauptwerk widmet. Sophie, die jüngste Tochter, heiratet den Kurfürsten von Hannover und wird so die Mutter des ersten englischen Königs aus dem Hause Hannover, George I. Die Lebenswege der 13 Kinder umfassen ein Jahrhundert europäischer Geschichte.

Anlässlich der 400-jährigen Wiederkehr der böhmischen Königswahl erzählt das Kurpfälzische Museum die faszinierende und erstaunliche Geschichte dieser Heidelberger Familie. Gezeigt werden nicht nur Gemälde, Flugblätter, Graphiken, Medaillen und kunsthandwerkliche Objekte aus dem Besitz des KMH, sondern vor allem internationale Leihgaben unterstreichen den Stellenwert der kurpfälzischen Familie und ihren europäischen Rang.

Eine Kooperation mit der Hoogsteder Museum Foundation Den Haag (NL)

Wissenswertes rund um die Ausstellung

Eintritt: 8 Euro (inklusive Audioguide in Deutsch/Englisch)
Ermäßigt:  4,50 Euro (inklusive Audioguide in Deutsch/Englisch)
Inklusive: Im Eintrittspreis inbegriffen ist der Besuch der ständigen Ausstellung, ebenfalls mit Audioguide in Deutsch, Englisch und Russisch.
Begleitheft: Die Ausstellungstexte sind in Deutsch und Englisch verfasst. Zur Ausstellung erscheint ein reich illustriertes Begleitheft zum Preis von 14,90 Euro.
Fotoverbot: Bitte beachten Sie, dass in der Sonderausstellung aus rechtlichen Gründen nicht fotografiert werden darf.​ 
Presse: Pressevertreter erhalten Pressematerial und Auskunft von Ulrike Pecht M.A.​, Telefon 06221 / 58 34 560, E-Mail​ ulrike.pecht@heidelberg.de​.
Führungen: Die Führungen und Veranstaltungen zur Ausstellung sind im Ausstellungsflyer und im Online-Kalender aufgeführt.

Die Lebensgeschichten der Königskinder zum Hören

Kulturredakteur Jörg Tröger (SWR) berichtet über das Schicksal der einzelnen Königskinder und führt ein Ausstellungsinterview mit Museumsdirektor Prof. Dr. Frieder Hepp.  Die Textfassung ist als Heft im Museum erhältlich.

Bildergalerie zur Ausstellung