Vortragsreihe über die Kelten in Baden-Württemberg

Experten aus Forschung und Wissenschaft referieren online

Die 2019 auf Landesebene vorgestellte kulturpolitische Konzeption Baden-Württemberg und seine Kelten hat zum Ziel, die historische Bedeutung dieser Kulturepoche an besonderen Fundstätten und Museen im Land sichtbar und erfahrbar zu machen. Das Land an Rhein und Neckar bietet den Menschen seit jeher günstige Siedlungsvoraussetzungen. Neben den fruchtbaren Böden sind es die in alle Himmelsrichtungen führenden Wasserwege, die schon früh in der Geschichte Fernhandelskontakte möglich machten. Ein Höhepunkt dieser Entwicklung wird zur Zeit der Kelten erreicht.

Veranstalter der Vortragsreihe: Förderkreis Archäologie in Baden e.V. und Kurpfälzisches Museum Heidelberg

Letzter online-Vortrag am 06. Oktober, 19 Uhr

Der Keltenkopf aus Heidelberg Bergheim. Foto KMH Bildarchiv
Der Keltenkopf aus Heidelberg Bergheim. Foto KMH Bildarchiv

Keltenland Baden-Württemberg: Die Keltenkonzeption des Landes

online-Vortrag mit Andreas Schüle (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)

Die Zeit der Kelten hat in fast allen Teilen Baden-Württembergs sichtbare Spuren hinterlassen. Sowohl aus der Hallstatt-Zeit als auch aus der La-Tène-Zeit finden sich im Land herausragende Fundstätten wie zum Beispiel die Heuneburg bei Sigmaringen, für die das Landesamt für Denkmalpflege aktuell einen Antrag auf Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe vorbereitet. Aber auch badische Fundstätten wie der Heiligenberg in Heidelberg, das Doppel-Oppidum Jestetten-Altenburg am Hochrhein oder die bedeutenden Fundorte zwischen Schwarzwald, Breisach und dem Oberrhein sind von höchster historischer Bedeutung. Die Landesregierung hat deshalb im Jahr 2019 beschlossen, eine Konzeption „Keltenland Baden-Württemberg“ zu entwickeln, die das keltische Erbe des Landes insgesamt sichtbar und erfahrbar machen soll. Fundstätten und Museen wie das Colombi-Schlössle in Freiburg, der Magdalenenberg bei Villingen-Schwenningen oder das Kurpfälzische Museum in Heidelberg sollen im Rahmen dieser Konzeption finanziell gefördert und zu modernen Erlebniswelten weiterentwickelt werden. Der zuständige Referatsleiter im Wissenschaftsministerium, Andreas Schüle, wird in einem Vortrag über die Hintergründe und den aktuellen Stand der „Keltenkonzeption“ des Landes berichten.
 
Die Teilnahme am online-Vortrag ist kostenlos. Eine Anmeldung per E-Mail an kurpfaelzischesmuseum@heidelberg.de ist erforderlich. Sie erhalten am Vortag der Veranstaltung den Zugangslink und eine Kurzanleitung für Zoom. Gerne nehmen wir auf Wunsch eine Anmeldung für die gesamte Reihe entgegen. 
 
Übersicht 

16.06.2021 Die Geschichte der Kelten in Südwestdeutschland im Spiegel aktueller Forschungen Prof. Dr. Dirk Krausse, Landesamt für Denkmalpflege, Regierungspräsidium Stuttgart
07.07.2021 Was gehen uns die Kelten an? Prof. Dr. Christoph Huth (Urgeschichtliche Archäologie der Universität Freiburg)
28.07.2021 Die Eisenzeit im Hegau – ein Überblick und neue Grabungsergebnisse Dr. Jürgen Hald (Kreisarchäologie Konstanz)
25.08.2021 Archäozoologie: Knochenfunde geben Einblick in die keltische Viehwirtschaft“ Dr. Simon Trixl (Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg)
01.09.2021 Tarodunum - spätkeltische Großsiedlung und Befestigung östlich von Freiburg i. Br. Dr. Heiko Wagner (Kirchzarten)
06.10.2021 Keltenland Baden-Württemberg - Die Keltenkonzeption des Landes Andreas Schüle (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)