Grabstein der Accepta

Zu den wenigen, noch relativ gut erhaltenen Grabsteinen gehörte diese Stele vom Grab einer Frau.

Glasgefäße

Zerbrechliche Glasgefäße wurden den Verstorbenen häufig auf den Weg ins Jenseits mitgegeben.

Tilly-Fund

Die große Zahl der aus den Heidelberger Lagern geborgenen Waffen und Alltagsgegenstände ist bislang einmalig.

Nadel, Messer, Feuerbock und Keramikauswahl aus der Siedlung des 10.Jh.v.Chr.

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Forschung

Dr. Berndmark Heukemes: Nachlass
In Kooperation mit dem 'Cluster of Excellence "Asia and Europe in a Global Context"' werden derzeit die Tagebücher Dr. Berndmark Heukemes' im HRA-System transkribiert. Ein weiterer Schritt wird die Annotation der Grabungspläne und Dias sein.
Das Projekt fokussiert die Entwicklung eines möglichst allgemeingültigen, disziplinübergreifenden und benutzernahen Arbeitsablaufs für die Retrodigitalisierung und wissenschaftliche Aufbereitung von Papierdokumenten, Zeichnungen und Plänen sowie Fotografien aus dem umfangreichen Bestand der Archive. Dabei liegt ein besonderer Augenmerk auf der Nachhaltigkeit der neu gewonnenen digitalen Informationen. Dies erfolgt fallbeispielhaft anhand der digitalen Aufbereitung der Ausgrabungsdokumentation „Kastell-Neuenheim“, die nur teilweise publiziert wurde und im Zuge des Projektes als digitale Edition vorgelegt wird.
Nähere Informationen hierzu unter
http://www.asia-europe.uni-heidelberg.de/de/de/forschung/heidelberg-research-architecture/projekte/retrodig.html.

„Archäologischer Stadtplan des römischen Vicus von Heidelberg“
 
Schon seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts finden im römischen Heidelberg Ausgrabungen statt. Mit den jüngsten Grabungen 2017 sind 305 gesicherte römische (incl. neckarsuebische) Fundstellen bekannt. Darunter einige größere Flächengrabungen, mehrheitlich handelt es sich um kleinere Rettungsgrabungen und Baugrubenbeobachtungen, die besonders in den 50-er bis 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts durch B. Heukemes gemacht wurden. Die komplette Dokumentation dieser Grabungen (incl. der Tagebuchaufzeichnungen) liegt heute im Kurpfälzischen Museum. Im Rahmen der „Denkmaltopographie Heidelberg“ wurden alle Fundstellen in einer Befundliste erfasst, an Hand derer 2013 die ersten Denkmallisten zur Vor- und Frühgeschichte der Stadt erstellt wurden.
 
Im Rahmen des Forschungsvorhabens werden an Hand der KMH-Ortsakten und der Dokumentation alle Holz- und Steinbefunde gesichtet und (wenn noch nicht geschehen) verortet, d.h. in das städtische Vermessungssystem auf Katasterpläne (1:2000) eingehängt werden. Im Anschluss erfolgt dann die eigentliche Zuordnung der Einzelbefunde zu Gebäudestrukturen, deren Kategorisierung in militärisch, zivil, öffentlich u.s.w. und schließlich die endgültige kartographische Umsetzung im vorgegebenen Maßstab 1:2500.
 
 
Wissenschaftliche Fragestellung/Relevanz
 
Der guten Materialbasis steht eine denkbar schlechte Publikationslage gegenüber. Bis auf den 2009 veröffentlichten Katalog des großen Heidelberger Gräberfeldes und die schon 1964 entstandene Arbeit über die römische Keramik gibt es nur wenige Veröffentlichungen zu Einzelaspekten (wie etwa zur 2007 entdeckten Jupitergigantensäule). Ein Überblick über sämtliche Baustrukturen aus Holz und Stein fehlt; ebenso ist die genaue Ausdehnung von Nord- und Südvicus bislang nicht darstellbar.
Das Projekt hat zum Ziel, alle bekannten Befunde in einem Plan zu zeigen. Dies ist ein wissenschaftliches Desiderat innerhalb der Provinzialrömischen Archäologie: Heidelberg ist ein nahezu vollständig archäologisch erfasster Zentralort der mittleren Stufe. Nach Abschluss des Forshungsvorhabens ist Heidelberg das erste größere Unterzentrum im nördlichen Obergermanien, das in seiner gesamten Siedlungsstruktur mit allen bekannten militärischen, öffentlichen und privaten Bauten vorgelegt sein wird. Überregional bedeutsam ist auch der Vergleich mit dem nächst höher klassifizierten Civitashauptort Ladenburg und dessen baulichen Erscheinungen, da dadurch wesentliche Aspekte der römischen gelenkten Urbanität innerhalb der Provinz ersichtlich werden können. Darüber hinaus wird der Plan eine ideale Grundlage für zukünftige denkmalschutzrechtliche Genehmigungsverfahren in den Stadtteilen Bergheim und Neuenheim, die in den nächsten Jahrzehnten einem großen Veränderungsdruck ausgesetzt sein werden (Konversion ehemaliger Liegenschaften der US-Armee, städtebaulich einschneidende Großprojekte der Universität).
 
                       
 
 

Abgeschlossene Projekte:

Aufarbeitung der "Vorgeschichtlichen Siedlung Heidelberg-Handschuhsheim".
Näheres hierzu auch unter dem folgenden Link zur "Förderstiftung Archäologie in Baden-Württemberg":
Förderstiftung Archäologie in Baden-Württemberg

DFG-Forschungsprojekt „Römisches Brand- und Körpergräberfeld von Heidelberg-Neuenheim“