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Veranstaltungen

Der historische Mand-Olbrich-Flügel wird für ein Konzert vorbereitet. (Foto:Seele)
Das Museumsprogramm ist vielseitig. Ausstellungsführungen, Vorträge, Konzerte und viele andere Veranstaltungen erweitern den Horizont und machen Lust auf mehr.  

Aktuelles

Für die Schülerinnen und Schüler ist diese Ausstellung eine absolute Premiere. Dass die eigenen, im Kunstunterricht entstandenen Arbeiten zusammen mit echten Museumsexponaten des 19. Jahrhunderts gezeigt werden, macht Eindruck und bringt die junge Frische im Umgang mit Friedrich Hölderlin besonders gut zur Geltung. "Wir machen da keinen Unterschied", so bezeugte Museumsdirektor Frieder Hepp die große Wertschätzung gegenüber den Kunstwerken, die während der letzten zwei Jahre im Hölderlin Gymnasium entstanden waren. Vor Ort waren pandemiebedingt nur drei Schülerinnen, stellvertretend für rund hundert beteiligte Hölderliner. Die jungen Künstlerinnen legten für die Ausstellungseröffnung gerne eine Homeschooling-Pause ein und stimmten die Anwesenden mit lyrischen Texten auf Friedrich Hölderlin ein. mehr...
In Heidelberg gelten ab 19. März wieder verschärfte Regeln im Kampf gegen die Pandemie. Die Museen bleiben aber geöffnet. Allerdings ist eine telefonische Anmeldung unter 06221 5834440 erforderlich. Das Besuchertelefon gilt für das Kurpfälzische Museum und die Textilsammlung Max Berk und ist von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 11 bis 17 Uhr, erreichbar.    Für den Museumsbetrieb sollte diese Maßnahme keine große Einschränkung bedeuten, so Museumsleiter Frieder Hepp. Dank großer räumlicher Kapazitäten sind kaum Engpässe zu erwarten. Auch das Hygienekonzept hat sich mittlerweile in beiden Häusern bewährt. Dass man medizinische Masken im Museumsgebäude trägt und die Kontaktdaten an der Kasse hinterlegt, daran hat man sich mittlerweile gut gewöhnt. Für den Museumsbesuch gelten die regulären Öffnungszeiten im Kurpfälzischen Museum von Dienstag bis Sonntag, jeweils 10 bis 18 Uhr; in der Textilsammlung Max Berk Mittwoch, Samstag und Sonntag, jeweils 13 bis 18 Uhr.
Dezernent Wolfgang Erichson und Museumsdirektor Frieder Hepp freuen sich auf die Museumsöffnung. (Foto: KMH)
Die Heidelberger Museen und Galerien haben Glück. Dank anhaltend niedriger Inzidenzzahlen steht ihrer Öffnung nichts mehr im Weg. Diese Freude versinnbildlichen Bürgermeister Wolfgang Erichson und Museumsleiter Frieder Hepp mit einer symbolischen Schlüsselszene im Innenhof des Kurpfälzischen Museums. Bereits am Montag, 8. März, werden sich die Türen für Besucher und Besucherinnen öffnen. An diesem außerordentlichen Öffnungstag ist der Eintritt frei. Spürbar ist die Erleichterung des Museumsleiters nach rund drei Monaten ohne Publikumsverkehr. Wenn die Museumsarbeit im Hintergrund auch weiter lief, fehlte die Resonanz doch enorm, denn "die Begegnung mit den Originalen bleibt einzigartig und die Wertschätzung dafür bringen erst die Museumsbesucher ins Haus", so Frieder Hepp. In den Restaurierungswerkstätten, Depots und Ausstellungsräumen wurde in den letzten Monaten viel bewegt, darüber hinaus brachte das Museum verstärkt digitale Angebote auf den Weg. Auch für die am Museum angesiedelte Untere Denkmalschutzbehörde bedeutete der Lockdown keine Pause, die Archäologen prüften weiterhin die Bauvorhaben auf Heidelberger Gebiet, jüngst standen Sondierungsarbeiten auf dem Areal der Stadthalle an.  Dass die neue Ausstellung "Schimmernde Schönheiten aus Messing - Jugendstil und Art déco" pünktlich zur Museumsöffnung startet, ist eine wunderbare Fügung und ein Lichtblick für den Frühling. Zu den regulären Öffnungszeiten mittwochs, samstags und sonntags wird auch die Textilsammlung Max Berk die Ausstellung „es QU!LLT“ wieder zeigen. So wird das Kurpfälzische Museum hoffnungsvoll zum Vorboten für den gesamten Kultur- und Kreativbereich, dessen Öffnung hoffentlich bald folgen wird. „Wir ebnen dafür den Weg", ist sich Wolfgang Erichson sicher und testet schmunzelnd den Modellschlüssel am schmiedeeisernen Tor des Kurpfälzischen Museums. 
Im Zuge der Stadthallensanierung hat die Abteilung Archäologie und Denkmalschutz am Kurpfälzischen Museums das Baufeld der geplanten Technikzentrale unter dem Montpellier-Platz vorab archäologisch untersucht. Hier befand sich seit dem 16. Jahrhundert der sogenannte Zimmerplatz. Auf diesem städtischen Bauhof wurde das über den Neckar in Flößen angelieferte Holz gelagert und von Zimmermännern und Schiffsbauern weiterverarbeitet. Neben dem stets benötigten Baumaterial für Häuser oder Boote wurde hier auch das Holz aufbewahrt, das Händler während Messen oder Kirchweihfesten zum Aufstellen ihrer Verkaufsstände benutzen mussten. Daher ahnten unsere Wissenschaftler Dr. Renate Ludwig und Tobias Schöneweis M.A. bereits, dass sich in den Suchschnitten, die mithilfe eines Baggers bis zu vier Meter tief ausgehoben wurden, vermutlich keine archäologischen Sensationen verstecken würden. Der an das Neckarufer grenzende Platz wurde immer wieder von Hochwasser überflutet und musste daher stets aufs Neue befestigt werden. Davon zeugen Planierschichten, in denen neben Bauschutt auch Haushaltsabfälle aus der Zeit um 1600 verschwanden. Als Bauhof und Zimmerplatz 1845 eingeebnet wurde, nivellierte man auch die steil zum Fluss abfallende Uferkante. Die städtebauliche Maßnahme, die den Straßenbau der Neckarstaden vorbereitete, ist im Schnittprofil an einer mächtigen Schuttschicht erkennbar. Obwohl die Voruntersuchung keine denkmalschutzwürdigen Bodenbefunde ergab, muss die Baumaßnahme an der Stadthalle von den Archäologen des Museums weiter begleitet werden. Denn es kann nicht ausgeschlossen, dass unter den recht jungen Auffüllungen noch ältere, vielleicht vorgeschichtliche Zeugnisse schlummern. mehr...
Charles de Graimbergs „Kunst- und Alterthümer-Sammlung“ legte den wichtigsten Grundstein Die Bestände aus dem Besitz und Umfeld des Kurfürstenpaares bilden im Kurpfälzischen Museum einen bedeutsamen Schwerpunkt. Bereits der Gründer der Sammlung, der französische Emigrant Charles de Graimberg (1774-1864), hatte die Bedeutung des Paares für Heidelberg, die Region und die Geschichte der traditionsreichen Kurpfalz erkannt. In seiner „Kunst- und Alterthümer-Sammlung“ im Friedrichsbau des Heidelberger Schlosses war ein großer Saal eigens der Linie Pfalz-Sulzbach, Kurfürst Carl Theodor und seinen Zeitgenossen, vorbehalten. Dieser umfasste mehr als 100 Gemälde und bildliche Darstellungen. Graimberg war der Auffassung, dass nicht einmal der „Bürgerkönig“ Louis Philippe „mit all seiner Pracht und Herrlichkeit“ im Stande sei, „seine Galerie im Bezug auf das Wesentliche der Heidelberger Alterthümerhalle entgegenzustellen“. Er hegte die feste Überzeugung, „daß das Pfalz-Bayerische Fürstenhaus in geschichtlicher Hinsicht keinem der herrschenden Häuser Europa’s nachstehet“ und begrüßte es ausdrücklich, dass die Pfalzgrafen und Kurfürsten dabei stets „die Künste zu lieben und die Künstler zu schätzen verstunden“. mehr...