StartseiteAusstellungenAusstellungsvorschauKrieg und Frieden

Krieg und Frieden - Konfliktarchäologie an Rhein und Neckar

Online-Vortragsreihe zur kommenden Ausstellung

Im Hinblick auf die Herbstausstellung "Krieg und Frieden" veranstaltet das Kurpfälzische Museum in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Archäologie in Baden e.V. eine sechsteilige Vortragsreihe. Die Veranstaltungen finden jeweils mittwochs um 19 Uhr als Zoommeeting statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung zur Vortragsreihe unter kurpfaelzischesmuseum@heidelberg.de oder am Veranstaltungstag auf dieser Website.

Nächster Termin am Mittwoch, 14. September, 19 Uhr

Die Belagerung Heidelbergs 1622 – Historisches Ereignis und archäologischer Befund

mit Dr. Tobias Schöneweis

Alle Termine und Themen

04.05.2022 Konfliktarchäologie an Rhein und Neckar Dr. Jonathan Scheschkewitz (Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg)
18.05.2022 Kriegereliten? Reiten, Fahren und Bewaffnung bei den Kelten Dr. Leif Hansen (Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg)
08.06.2022 Von Dieben, Räubern und Wegelagerern: (Alltags-)Kriminalität im Römischen Reich Prof. Dr. Christian Witschel (Alte Geschichte der Universität Heidelberg)
06.07.2022 Vom Kampf auf Leben und Tod zur triumphalen Prozession. Pfalzgraf Friedrich der Siegreiche, die Schlacht von Seckenheim (1462) und ihre Erinnerung Prof. Dr. Jörg Peltzer (Vergleichende Landesgeschichte Universität Heidelberg)
03.08.2021 Denkmäler der Unkultur: Bunker und Bomben in Südbaden Dr. Bertram Jenisch (Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg)
14.09.2022 Die Belagerung Heidelbergs 1622 – Historisches Ereignis und archäologischer Befund Dr. Tobias Schöneweis (Kurpfälzisches Museum Heidelberg)

"Krieg und Frieden" - Ausstellung ab 18. September 2022

Eine Kooperation des Kurpfälzischen Museums mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart

Keltische Reiterfigur von Unlingen, im Hintergrund die Zerstörung Heidelbergs durch französische Truppen, 1689
Titelmotiv der Ausstellung: Keltische Reiterfigur von Unlingen, im Hintergrund die Zerstörung Heidelbergs durch französische Truppen, 1689 (Gemälde von 1868, Museum Stadt Weinheim)

Kriegerische Konflikte und Gewalt hinterlassen in der Menschheitsgeschichte stets tiefe Spuren. Mit einer Vielzahl archäologischer und kulturhistorisch bedeutender Exponate führt die Ausstellung vor Augen, wie sich das Leben an Rhein und Neckar in unruhigen Zeiten gestaltete.
 
Mit modernen Methoden beleuchtet die Konfliktarchäologie weit zurückliegende Gewaltereignisse. Vom mörderischen Überfall in der Jungsteinzeit spannt sich der inhaltliche Bogen bis hin zum hochgerüsteten Krieg der Moderne. Gezeigt werden archäologische Funde aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, darunter eine der ältesten Reiterfiguren nördlich der Alpen, ein bedeutender keltischer Helm aus dem Altrhein, eine Auswahl des Heidelberger Tillyfundes, und herausragend zu nennen, mehrere Prunkstücke aus dem Silberschatz von Kaiseraugst. Im Zusammenspiel mit Gemälden und graphischen Werken, auch aus der Universitätsbibliothek Heidelberg, entsteht ein vielschichtiges Bild der Kriegs- und Friedensgeschichte an Rhein und Neckar.

1622 - Der Sturm auf Heidelberg
Anlass zur Ausstellung ist die Eroberung Heidelbergs zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Im September vor 400 Jahren überwanden kaiserliche Truppen unter dem Feldherren Tilly die Befestigungsanlagen der einstigen kurpfälzischen Residenzstadt. Archäologische Funde aus den Stellungen der Angreifer und aus der belagerten Altstadt dokumentieren den Alltag jener bewegten Zeit. Darüber hinaus präsentiert die Ausstellung erstmals eine virtuelle 3D-Rekonstruktion der Stadt um 1620: Auf dem großen Panoramabildschirm der museumseigenen HD Discovery Station kann das damalige Heidelberg lebensnah erkundet werden.

Die Ausstellung wird ausschließlich im Kurpfälzischen Museum gezeigt und ist Teil des Programms Netzwerk Museen „Rhein 2022/2023“