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Madame Palatine

Liselotte von der Pfalz am Hof des Sonnenkönigs

06. November 2022 bis 22. Januar 2023

Gemälde aus Versailles: Elisabeth Charlotte mit ihren Kindern, Kopie von Jean-Gilbert Murat (1837) nach einem Original von Pierre Mignard 1678–1679  bpk / RMN - Grand Palais / Gérard Blot
Gemälde aus Versailles: Elisabeth Charlotte mit ihren Kindern, Kopie von Jean-Gilbert Murat (1837) nach einem Original von Pierre Mignard 1678–1679
bpk / RMN - Grand Palais / Gérard Blot

Ausstellung zur europäischen Fürstin Elisabeth Charlotte
Vor 300 Jahren, am 8. Dezember 1722, starb Elisabeth Charlotte in St-Cloud bei Paris. Aus diesem Anlass zeigt das Kurpfälzische Museum in Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Heidelberg die Ausstellung „Madame Palatine“. In drei Museumsräumen der kurpfälzischen Geschichte und im Palais Morass werden ausgewählte Gemälde präsentiert, darunter bedeutende Leihgaben aus Versailles, Speyer und der Sammlung Heinstein, sowie graphische Werke, seltene Preziosen und jüngste Erwerbungen aus der eigenen Sammlung.
 
Die Ausstellung zeigt, wie sehr Elisabeth Charlotte in der Tradition ihrer Großmutter Elizabeth Stuart in den Haag stand. Beide haben von ihrem Schreibkabinett aus ein hervorragend organisiertes und gut funktionierendes Informationsnetzwerk unterhalten. Darüber wurde nicht nur der dynastische Erhalt sichergestellt, sondern auch subtil Einfluss auf die Politik genommen. Dazu dienten auch diplomatische Geschenke wie Medaillen, kostbare Medaillons und wertvolle Bücher. Die Ausstellung zeichnet mit rund 80 Artefakte ein facettenreiches Bild der europäischen Fürstin Elisabeth Charlotte und nimmt Bezug zu ihrem gesellschaftlichen und familiären Umfeld.

SWR-Hörfunkbeitrag zur Ausstellung

"Madame" am französischen Hof
Die als „Liselotte von der Pfalz“ bekannte Pfalzgräfin war eine Enkelin des Kurfürsten Friedrich V., dem „Winterkönig“, und dessen englischer Gemahlin Elizabeth Stuart. Am 27. Mai 1652 geboren, verbrachte sie viele Jahre ihrer Kindheit auf dem Heidelberger Schloss.

Blick auf das Schloss von St. Cloud, wo sich Elisabeth Charlotte bevorzugt aufhielt. Radierung von Jacques Rigaud, 1730
Blick auf das Schloss von St. Cloud, wo sich Elisabeth Charlotte bevorzugt aufhielt. Radierung von Jacques Rigaud, 1730 (Foto: Kurpfälzisches Museum)

Als Neuzehnjährige wurde sie aus diplomatischen Gründen mit dem Bruder des Sonnenkönigs, Philippe von Orléans, verheiratet und wurde am französischen Hof als Duchesse d’Orléans mit dem Ehrentitel „Madame“ angesprochen.
 
Die Ehe war schwierig, auch litt das ursprünglich gute Verhältnis zum französischen König unter der Feindschaft zu dessen Mätressen. Dies und Liselottes Renitenz gegenüber der Hofgesellschaft beherrschten ihren regen Briefwechsel, mit den teilweise unverblümten Schilderungen des barocken Hoflebens in Frankreich.
 
Obwohl Liselotte nur zwei überlebende Kinder hatte, wurde sie zur Stammmutter des Hauses Orléans und zur Ahnfrau zahlreicher europäischer Königshäuser.

Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag jeweils 10 bis 18 Uhr
Eintritt Der Ausstellungsbesuch ist im normalen Museumseintritt enthalten: wochentags 3 Euro/ 1,80 ermäßigt; am Wochenende und Feiertagen 1,80 Euro/ 1,20 ermäßigt (im Eintritt ist der Besuch der ständigen Ausstellung mit Audioguide enthalten)
freier Eintritt Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre
Inhaber des Museumspasses, Mitglieder der ICOM
Mitglieder des Freundeskreises des Kurpfälzischen Museums
Führungen mit Yvonne Stoldt, Kurpfälzisches Museum Sonntag, 27. Nov., 15 Uhr
Sonntag, 11. Dez., 15 Uhr
Donnerstag, 15. Dez., 12.15 Uhr
Donnerstag, 29. Dez., 15 Uhr
Mittwoch, 04. Jan., 12.15 Uhr
Mittwoch, 11. Jan., 12.15 Uhr
Sonntag, 22. Jan., 15 Uhr
Besondere Anlässe Donnerstag, 01. Dez., 19 Uhr, Buchvorstellung "Louis XIV" mit Philip Mansel und Prof. Dr. Sven Externbrink 
Donnerstag, 08. Dez., 19 Uhr, Vortrag und Konzert "Elisabeth Charlotte und die Musik" zum 300. Todestag
Donnerstag, 19. Jan., 19 Uhr, Buchvorstellung über den Orléansschen Krieg mit Dr. Richard Hüttel 
Sonntag, 22. Jan., 14.30 Uhr, Nachmittag für große und kleine Liselotte-Fans zum Thema Briefeschreiben mit Angelika Dirscherl

Mehr Information im digitalen Veranstaltungskalender. Programmübersicht im PDF Ausstellungsflyers (1,3 MB)
Kontakt Telefon 06221 58-34010 von Montag bis Donnerstag: 09.00–15.00 Uhr, Freitag: 09.00–13.00 Uhr
E-Mail: kurpfaelzischesmuseum@heidelberg.de
Barrierefreiheit Der Sonderausstellungsbereich ist stufenfrei zugänglich. Großräumige Toiletten sind vorhanden. Weitere Hinweise zur Zugänglichkeit des Museums für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen gibt es hier www.heidelberg.huerdenlos.de.