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Unschätzbar

Kunst des Sammelns

Das Titelmotiv der Ausstellung zeigt die Heidelberger Schlossruine auf einem Gemälde von Wilhelm Trübner, um 1890; Geschenk der Heidelberger Volksbank zu deren 100jährigem Jubiläum, 1998 (Foto: KMH)
Das Titelmotiv der Ausstellung zeigt die Heidelberger Schlossruine auf einem Gemälde von Wilhelm Trübner, um 1890; Geschenk der Heidelberger Volksbank

Kurpfälzisches Museum
17. Oktober 2026 bis 30. Mai 2027

Für die Ausstellung „Unschätzbar“ öffnet das Kurpfälzische Museum seine Schatzkammern und präsentiert erstmals die Neuzugänge der vergangenen Jahrzehnte. Werke von Dürer, Nolde und Chagall stehen neben höfischen Kostbarkeiten und Heidelberger Kunstschätzen – überraschend kombiniert und spannend erzählt. Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Kunsthandwerk und kulturgeschichtliche Objekte aus unterschiedlichen Epochen laden dazu ein, ihren Geschichten zu folgen. Zusammen entfalten sie ein stimmiges Gesamtbild, das die Kunst des Sammelns sichtbar werden lässt.

Mit Quiz in der Ausstellung
Wer hat ein gutes Gespür für Kunst und Raritäten? Rätselhafte Sammlungsobjekte sind ihrer Funktion oder Herkunft zuzuordnen.
Mit etwas Glück gibt es etwas zu gewinnen.

Ein Kaleidoskop der Kunst- und Kulturgeschichte
Heidelberg zeigt sich in vielen Kunstwerken als Stadt von außergewöhnlicher landschaftlicher Schönheit. Das Spektrum reicht vom großformatigen Wandpanorama bis zur fein gearbeiteten silbernen Miniatur der Schlossruine. Zu den Höhepunkten zählen die Bilder des berühmten Dreigestirns der Heidelberger Romantik: Carl Philipp Fohr, Carl Rottmann und Ernst Fries. Sie rücken die Natur als ästhetisches Erlebnis in den Blick. Ihr Verständnis von Landschaft prägt die Kunst nachhaltig und wirkt bis in die Bilder der Gegenwart nach.

Das kunstvoll bemalte und vergoldete Service für eine Person ist eine Kostbarkeit aus der Frankenthaler Porzellanmanufaktur, 1778 gefertigt.
Das kunstvoll bemalte und vergoldete Service für eine Person ist eine Kostbarkeit aus der Frankenthaler Porzellanmanufaktur, 1778 gefertigt.

Einen Eindruck von der Pracht und Repräsentation des 18. Jahrhunderts vermitteln kostbare Zeugnisse der kurpfälzischen Hofkultur. Frankenthaler Porzellane, exquisite Möbel und das spektakuläre Silberservice der pfälzischen Kurfürstin Elisabeth Augusta gehören zu den wertvollsten Neuzugängen des Museums in jüngster Zeit.

Wie sehr hat sich die Welt und die Gesellschaft seit dem Barock verändert. Der Wandel von Wahrnehmung und Darstellung zeigt sich besonders im Blick auf den Menschen. Porträts und Selbstbildnisse aus verschiedenen Zeiten erzählen von Individualität, Freundschaft und Selbstreflexion. Werke von Guido Schmitt, Johannes Grützke, Willibald Kramm, Jenna Gribbon u. a. zeigen, wie unterschiedlich Künstlerinnen und Künstler Persönlichkeit sichtbar machen.

Die Grundfragen des Menschseins finden auch in der Druckkunst ihren Ausdruck. Kostbarkeiten von Albrecht Dürer, Rembrandt oder Francisco de Goya können hier bewundert werden. Während die Meister der Radierung ihre Motive allein durch die gekonnte Linienführung in Schwarzweiß darstellen, nutzen besonders Künstlerinnen und Künstler der Moderne die Ausdruckskraft intensiver Farbklänge. Formen werden vereinfacht, Farben übernehmen die Dramaturgie. Uwe Wenk-Wolff und HAP Grieshaber entwickeln Landschaften und Figuren aus verschachtelten Farbflächen, Klaus Staeck erhebt das politische Plakat zur Kunstform.

Der Kupferstich von Albrecht Dürer zeigt einen Tagträumer, der durch die Versuchung von der Arbeit abgehalten wird, um 1498.
Der Kupferstich von Albrecht Dürer zeigt einen Tagträumer, der durch die Versuchung von der Arbeit abgehalten wird, um 1498.

Ausgesprochen zart wirken dagegen die Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts oder die poetische Farbigkeit der Werke von Maurice Denis oder Gotthard Glitsch. Gerade im Zusammenspiel der unterschiedlichen Kunst- und Stilformen treten die Eigenarten der einzelnen Werke besonders eindrucksvoll hervor.

Gemeinsam sammeln
Zum Sammlungserfolg des Museums tragen viele Faktoren bei: Kompetenz, Weitblick sowie ein guter Kontakt zu Kunsthandel und Sammlern. Vor allem aber sind es Freunde und Förderer, die
das Kurpfälzische Museum seit Generationen prägen. Sie unterstützen Ankäufe, vertrauen dem Museum ihre Schätze an und machen sie damit der Öffentlichkeit zugänglich. Die Ausstellung
würdigt dieses außergewöhnliche Engagement.

Die Ausstellung wird unterstützt durch den Freundeskreis des Kurpfälzischen Museums, die Dr. Hermann und Ilse Rech-Stiftung und die Karl Manger Stiftung.

Begleitprogramm
Vortragsreihe, Führungen, Kino Special und Angebote für junge Gäste
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