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Podcast "Museum lauschen": Transkription

Starke Farben – Starke Bilder
Sprecher: Museum lauschen, Kunst einfach verstehen und genießen. Ein inklusiver Podcast des Kurpfälzischen Museums Heidelberg, gefördert durch das Programm „Offen für“ der Medien und Filmgesellschaft Baden-Württemberg. Mitten in der Heidelberger Altstadt lädt das Kurpfälzische Museum dazu ein, Kunst und Geschichte zu entdecken. 
Zu sehen sind kostbare und seltene Dinge, Gemälde und Skulpturen aus vielen Jahrhunderten, stilvolle Räume mit Möbeln Leuchtern und Porzellan und archäologische Funde von der Steinzeit bis zur Römerzeit. In diesem Podcast spricht die Museumspädagogin Eva Wick mit kunstbegeisterten Gästen aus der Kunstgruppe der Lebenshilfe Heidelberg. 
Gemeinsam entdecken sie die Sammlung des Museums. Ihre Lieblingswerke eröffnen persönliche und überraschende Perspektiven. Und immer wieder ist Musik zu hören. Die Geigerin Antonina Preuss bringt die Kunst zum Klingen. 
Musik
Eva: Hallo, ich bin Eva Mick, Museumspädagogin hier im Kurpfälzischen Museum Heidelberg und ich freue mich heute Patrick und Pascal zu begrüßen. Schön, dass ihr da seid.
Pascal: Hallo, ich bin Pascal Berlinghoff und ich freue mich auch heute zu meinem Bild, das ich so gut ausgehe mit auch was Gutes dazu zu sprechen. 
Eva: Genau, ihr seid echte Kunstfans und kennt euch bestens mit Pinsel und Farbe aus. Starke Farben starke Bilder nennen wir diese Podcast-Folge.
Pascal: Aber ja, und ob das perfekt ausgezeichnet passt.
Eva: Wir sind hier in der Gemäldegalerie der Moderne. Sie ist besonders hell durch die großen Fenster an der Decke. 
Und hier im vorderen Teil hängt das Bild, was du dir ausgesucht hast, Pascal.
Was findest du an diesem Bild besonders?
Pascal: Also was ich wirklich richtig [00:03:00] interessant und besonders daran finde, wie es einfach so richtig toll gemischt und durcheinander ist und dass man sich eben mit seiner eigenen Fantasie vorstellt, was kann man denn, wenn man schon weiter weg sieht, was man darin sehen kann, zum Beispiel. So muss man sich es wirklich gut vorstellen
Eva: Ja, ein richtiges Durcheinander. Kannst du irgendwie eine Idee erkennen, die die Künstlerin hatte? Also was ich ein bisschen auf jeden Fall entdecken kann, zum Beispiel an der oberen Seite, dass man sowas wie Wasser oder so sich vorstellen kann.
Eva: Das ist eine gute Idee, finde ich auch. Da oben links, meinst du?
Pascal: Genau, oben links.
Eva: Da ist viel Blau zu sehen. Stimmt, da kommt einem irgendwie das Wasser in den Sinn. Wenn ich mit anderen Leuten hier vor dem Bild stehe, dann sagen die ganz oft, das ist irgendwie totales Kritzelkratzel und, dass sie das selber auch können. Aber irgendwie... Ist doch eine Idee dahinter. 
Du hast [00:04:00] erzählt, dass du auch so ein ähnliches Bild schon mal gemalt hast. Kann das sein?
Pascal: Richtig, das habe ich.
Eva: Und wie hast du das gemacht?
Pascal: Nun, dazu braucht man, wie ich schon immer sage, einfach eben alle Zeit der Welt und Lust, Entspannung und Geduld, um so etwas richtig gemischt durcheinander hinzubekommen. 
Weil ohne Geduld kann man sonst sein Ziel nicht erreichen, um sich so etwas wie das vorzustellen. Um es richtig gemischt durcheinander hinzubekommen.
Eva: Geduld und Zeit ist immer gut beim Malen, finde ich auch.
Pascal: Genau. Und eben Entspannung erst recht und so.
Eva: Und weißt du noch, wie das bei dir war, wie du da angefangen hast beim Malen? 
Pascal: Oh, das ist schon ganz arg lange her, da war ich noch so ganz klein, dass ich mich nicht mehr so erinnern kann, wie es überhaupt so zustande gekommen ist. Weil ich es noch nicht so richtig besonders gut gekonnt habe, so die Figuren, so wie sie sind und so. Aber mit der Zeit später lernt man immer wieder dazu und lernt niemals aus und so. 
Und immer wieder neue Kunst eben kennenlernt, was man dann doch noch gut drauf haben wird und so.
Eva: Genau, das ist ja auch das Tolle, wenn man ins Museum kommt, dass man sich da auch [00:05:00] immer so ein paar Ideen holen kann und einfach gucken, wie andere Künstlerinnen und Künstler das gemacht haben.
Bei dem Bild von Sigrid Kopfermann gibt es irgendwie auch eine Idee und ich glaube, sie hat auch einen Anfang. 
Ich glaube fast, dass sie mit der Farbe Blau angefangen hat. Dass vielleicht als erstes die Farbe Blau auf die Leinwand kam und dann alle anderen Farben darüber. Und jetzt guck mal, wie hat sie die Farben darüber gemalt? Irgendwie hat sie da...
Pascal: Also was ich mir vorstellen könnte, wäre, dass man... Wenn man sich das so vorstellt, zum Beispiel die kleinen Pünktchen da vorne, sagen wir mal mit Tupfen oder so in der Art. So würde ich mir das vorstellen.
Eva: Tupfen genau. Ich glaube, sie hat den Pinsel so relativ schnell hoch und runter bewegt. Genau, sie hat nämlich verschiedene Striche gemalt. Manchmal hat sie ganz lange gemalt, so wie der eine rote hier, der fast in der Mitte ist.
Pascal: Genau, richtig. Oh, man kann eben, wie gesagt, einfach alles Mögliche machen. Mal mit Tupfen oder mit [00:06:00] Strichen und so.
Eva: Genau, also wenn man sich gut mit dem Pinsel auskennt, so wie du auch, und Sigrid Kopfermann, glaube ich auch, dann kann man den richtig gezielt benutzen. Und sie hat eben manchmal lange Striche, manchmal hat sie mehrere Striche nebeneinander gepackt wie bei dem Orange. 
Pascal: Richtig.
Eva: Und dann gibt es aber auch ganz kurze Striche.
Pascal: Ja...
Eva: Und auf der einen Seite sind ganz viele kurze Striche, hier rechts unten hauptsächlich. Und links oben, da warst du auch gleich am Anfang mit deinem Blick.
Pascal: Genau...
Eva: Da ist es... Was hat sie da gemacht?
Pascal: Also, was ich auch noch mir vorstelle, kann man so erkennen wäre, das weiße zum Beispiel, dass das so was wie Steinfelsen oder so was in der Art wäre. 
Eva: Das ist auch eine gute Idee.
Pascal: Doch, also so kann ich es mit meiner Fantasie gut erkennen hier da und mir auch vorstellen und so, dass man das als Steinfelsen und so bezeichnen sollte.
Eva: Sollen wir mal auf den Titel spicken? Den die Künstlerin für das Bild entschieden hat. 
Pascal: Ja… [00:07:00] 
Eva: Sie nennt das Bild „Strömungen“. 
Pascal: Ström…
Eva: Strömungen. Kommt da irgendwie was bei dir in den Kopf?
Pascal: Jetzt nicht so richtig, ich kann mir nicht vorstellen, was das heißt.
Eva: Also bei Strömungen da kommt bei mir immer das Bild von Wasser in den Kopf. So wie du am Anfang auch gleich gesagt hast, mit dem Blau, dass du da irgendwie an Wasser denkst. 
Und bei Strömungen denke ich zum Beispiel an das Wasser. Vielleicht an das Wasser im Neckar, das bei uns hier in Heidelberg. Da gibt es manchmal auch richtige Wasserstrudel. Also wenn das Wasser sich so wirbelt.
Pascal: Ja, wenn der Wind geht, dann kommen ja die Wellen und so zustande.
Eva: Genau. Und das Wasser selber macht ja auch sein eigenes Ding. 
Pascal: Genau.
Eva: Und ich finde, wenn man jetzt diesen Titel gehört hat, also den Namen vom Bild, dann kann man sich das ganz gut vorstellen. Hier oben in der rechten oder in der linken Ecke, sind wir eigentlich, da kommen [00:08:00] nämlich diese Striche irgendwie alle so zusammen, zu so einem Durcheinander. Also da sind sie nicht mehr gerade geordnet, sondern da tauchen sie und strudnel so nebeneinander, wirbeln durcheinander.
Ich finde, das könnte man sich da ganz gut denken, dass das im Wasser ist.
Pascal: Ja, sag ich doch auch. So muss man es meinen. Himmel ist nämlich ausgeschlossen halt eben hier. Wenn ja auch unten drüben dann noch hier so blau und so ist dann muss man es ja wirklich als Wasser und so Löcher oder so bezeichnen. 
Eva: Kann man, aber die Künstlerin selber hat das, glaube ich auch offen gelassen. Ich glaube, bei ihr war es auch so, dass sie sagt, dass man sehen kann, was man will.
Pascal: Richtig.
Eva: Also sie hat jetzt kein Haus gemalt, kein Baum, was man genau erkennen kann, sondern es ist abstrakt, da gibt es dieses tolle Wort. 
Also man erkennt keinen Gegenstand. Und ich finde, man kann sich auch ganz gut vorstellen, wie sie vor der Leinwand stand und den Pinsel bewegt hat. So wie du das vorhin auch gezeigt [00:09:00] hast, dass sie den Pinsel so hin und her bewegt hat. Das kann man richtig sich gut vorstellen, finde ich.
Würdest du dir das Bild aufhängen zu Hause? 
Pascal: Nun, wenn es sowieso schon so ein gutes ist, könnte ich mir das schon ein bisschen vorstellen.
Eva: Dir gefällt es gut, ne? Du hast es dir ja auch ausgesucht.
Pascal: Genau. Aber ich habe auch noch eine Frage dazu.
Eva: Ja.
Pascal: Zum Beispiel bei den roten Dinger da kann ich mal nicht so ganz mit meiner Fantasie verstehen, was man das bezeichnen soll, die roten Dinger und so innen drin. 
Eva: Wenn wir jetzt im Wasser sind, meinst du?
Pascal: So in der Art, ja.
Eva: Gut, momentan könnte man sich vielleicht ganz gut vorstellen, dass das Blätter wären, vielleicht, die vom Baum gefallen sind.
Pascal: Weißt du was, du hast recht, stimmt. Wenn der Herbst zum Beispiel ist, dann werden Blätter ja rot und so werden dann von den Bäumen ja runterfallen. 
Eva: Ist nur eine Idee.
Pascal: Oder vom Wind verweht.
Eva: Vielleicht, genau.
Pascal: Doch ich glaube, jetzt kann ich es mit auch gut ein bisschen vorstellen.
Eva: Pascal, warum hast du dir dieses Bild ausgesucht?
Pascal: Weil es mit den verschiedenen Farben einfach so schön richtig interessant ist und so schön [00:10:00] bunt einfach eben ist. Und deswegen lag mir das einfach so sehr am Herzen halt. 
So einfach ist das. Und wie schon auch bereits gesagt, dass man sich das einfach mal gut vorstellen soll. Richtig gemischt und durcheinander. Einfach mal was mit Lockerheit, Entspannung und Geduld eben vorzustellen und niemals aufzugeben, einfach dran zu bleiben und einfach niemals nie sagen, egal was kommt.
Einfach nur dranbleiben, dann kriegt man es am Ende noch gemischt und durcheinander auch hin, wie man es sich vorgenommen hat.
Eva: Pascal, du machst ja selber auch Kunst. Ihr trefft euch einmal in der Woche bei der Lebenshilfe in Heidelberg und seid auch ganz kreativ. Was machst du da am liebsten?
Pascal: Nun, ich mache da immer, was mir halt so durch den Kopf geht und was mir einfällt, mache ich dann und auch auf jeden Fall Zeichnen Aber nicht alles immer so einfach, eben so auf die Schnelle halt. 
Und wenn es auch mal Dinge gibt, wo man auch manchmal unterbrechen muss,, wenn es immer wieder anderes und immer anderes dazwischen kommt, dann wünscht man sich wirklich, dass man das eine [00:11:00] oder andere dann fertig auch, hier also immer dann neu, statt dazwischen anzufangen.
Eva: Aber das ist, glaube ich ganz normal, oder? Dass man mal was liegen lässt, dann macht man da wieder weiter, dann kommt eine andere Idee.
Pascal: Genau.
Eva: Ich glaube, das ist schon so bei Künstlern.
Pascal: Ja, gehört auch dazu, auf jeden Fall.
Eva: Du hast erwähnt, dass dir die Farben so gut gefallen auf dem Bild.
Pascal: Genau.
Eva: Dass man auch ganz viele Farben sieht.
Pascal: Richtig.
Eva: Welche Farben sieht man eigentlich? 
Pascal: Nun, was man hauptsächlich sehen kann, ist zum Beispiel Rot, ein bisschen Gelb Orange, Blau und so ein bisschen Grün auch. Und auch Weiß natürlich.
Eva: Und wenn du diese Farben siehst..
Pascal: Ja…
Eva: …weckt das irgendwie ein Gefühl bei dir? Sind es eher traurige Farben oder fröhliche?
Pascal: Traurig würde ich jetzt nicht gerade so sagen. 
Eva: Also für mich sind es auch ganz fröhliche Farben eigentlich.
Pascal: Genau.
Eva: Sie sind schön kräftig, intensiv. Also für mich ist das auch eines meiner Lieblingsbilder hier im Museum. Da habe ich mich sehr gefreut, dass du das auch [00:12:00] ausgesucht hast.
Pascal: Das freut mich aber.
Eva: Und malst du dann lieber Gegenstände oder machst du auch mal so etwas Abstraktes? 
Pascal: Also wie ich schon bereits sagte, was mir einfach durch den Kopf ging, deswegen mache ich auch manchmal so gerne Muster. Ja, das, was mir jetzt gerade so einfällt, eben was man sich mit der eigenen Fantasie, was ich schon bereits sagte, vorstellen soll eben.
Eva: Spannend.
Pascal: Einfach mal, egal, was es auch sein mag, Hauptsache es gibt was ganz Besonderes eben durch den Kopf hin, das man einfach dann zu schätzen auf jeden Fall wissen sollte. 
Eva: Verrätst du, was du als Letztes gemalt hast oder gezeichnet hast?
Pascal: Schwer zu sagen, aber jeder ist immer so, was wenn man was von mir sieht, immer begeistert, wie ich das eben kann.
Eva: Vielen Dank, Pascal.
Pascal: War mir ein sehr großes Vergnügen, hat mir auch richtig Spaß gemacht, mal über mein Bild zu sprechen.[00:13:00]  
Musik
Patrick: Mein Name ist Patrick Lenz.
Eva: Hallo Patrick. Patrick, du hast dich für dieses Bild entschieden und hast das als dein Lieblingsbild ausgesucht. Es heißt „Mädchen mit Margarite“ und wurde 1919 [00:15:00] von Karl Schmidt-Rottluff gemalt. Was findest du an diesem Bild besonders? Warum hast du es dir ausgesucht?
Patrick: Weil das Mädchen, schön und cool und die Farben interessieren mich so mit Rot und Lila. Und Grün und mit den Blättern.
Eva: Ja, die Farben sind auch das Besondere bei dem Bild, das finde ich auch. Die leuchten auch richtig toll, diese Farben. Und der Künstler, der das Bild gemalt hat, der hat da nämlich auch einen kleinen Trick angewendet. Er hat nämlich zwei Farben verwendet, die so toll miteinander leuchten. 
Und es sind die zwei Farben die man eigentlich am meisten auf dem Bild sieht. Patrick: Orange und gelb.
Eva: Genau, das Orange. Das Orange ist eigentlich nicht immer nur ein Orange, sondern da kommt ein bisschen Grün dazu.
Patrick: Grau noch oder noch blau. Und die Augen von ihr schwarz und die Haare sind, glaube ich, braun.
Eva: Genau, und ihr Kleid, was hat das für eine [00:16:00] Farbe? 
Patrick: Bisschen hellblau und dunkelblau.
Eva: Genau, und das Tolle ist jetzt, dass dieses Blau so leuchtet, weil der Hintergrund, vor dem das Mädchen steht, diese orangene Farbe hat. Und da hat der Künstler einfach den Trick verwendet. Dass die zwei Farben, wenn die zueinander kommen, richtig toll leuchten. Und guck mal, ich habe dir hier was mitgebracht. Das kennst du, oder?
Patrick: Ja, das kenn ich, so Mischfarben.
Eva: Genau, das ist der Farbkreis. Also ganz viele Leute haben sich dazu Gedanken gemacht. Und auf diesem Farbkreis kann man jetzt diese Idee oder diesen Trick, den Karl Schmidt-Rottluff hier verwendet, auch sehen. Guck mal, das sind nämlich die beiden Farben. 
Patrick: Blau und...
Eva: Orange.
Patrick: Blau und Orange.
Eva: Genau, die sind sich so gegenüber hier im Farbkreis. Also in der Mitte sind nämlich die Grundfarben.
Patrick: So Rot und Gelb und [00:17:00] Blau.
Eva: Genau.
Patrick: Und die Außenfarben sind Lila, Grün und Orange.
Eva: Genau, die Mischfarben. Und hier hat Karl-Schmidt-Rottluff jetzt den Trick gemacht, wenn Blau und Orange zusammentreffen, dann leuchten die richtig toll. 
Und man kann jetzt hier im Farbkreis auch lesen mit welcher Farbe Gelb toll leuchtet.
Patrick: Gelb und?
Eva: Gegenüber liegt?
Patrick: Lila.
Eva: Genau. Und es gibt noch eine Kombination?
Patrick: Rot und Grün.
Eva: Genau. Und das sind so Tricks die Künstler verwenden.
Du bist selber auch Künstler richtig?
Patrick: Ich habe das Bild nachgemalt.
Eva: Du hast es nachgemalt? 
Patrick: Ja.
Eva: Wie hast du es gemalt?
Patrick: Erst mit Bleistift und dann mit Filzstift.
Patrick: Mit Filzstift? Das finde ich eine gute Entscheidung mit Filzstift.
Patrick: Aber das ist dann schwer, das Bild zu malen.
Eva: Hast du es groß gemalt? A4 oder noch größer?
Patrick: Ach, so… [00:18:00] In klein, so…
Eva: So klein ist das nicht.
Patrick: So so…
Eva: So A3 wahrscheinlich.
Patrick: A3, ja. Und dann habe ich mein Handy geguckt und dann habe ich das mal so gezeichnet wie die. 
Aber es ist auch schwierig. Ich habe so ähnlich gezeichnet. Die runter und dann mit Blätter gemalt. Und Blau und Blau und Gelb gemalt und Orange gemalt und…
Eva: Mh, und wie hast du das Mädchen selber gemalt? Hast du da vielleicht auch so schwarze Striche gemalt wie der Künstler…
Patrick: Nee…
Eva: …auf dem Bild?
Patrick: Nee…
Eva: Das hast du anders gemacht?
Patrick: Das habe ich anders gemacht. 
Erst mit Bleistift und da irgendwie so mit Edding nachgemacht. Also die Blätter habe ich mit Edding so gemacht.
Eva: Also hast du aber auch so eine schwarze Linie oder was für eine Farbe hast du genommen vom Edding? War der schwarz?
Patrick: Weiß ich nicht.
Eva: War vielleicht auch [00:19:00] schwarz.
Patrick: Ja schwarz, ja.
Eva: Das ist nämlich auch auffällig bei dem Bild, finde ich, dass der Künstler das Mädchen so mit dieser schwarzen Linie umrandet. Und für uns ist es eigentlich ganz normal. Du sagst auch, du hast es mit Bleistift und dann mit Edding gemalt. Aber damals, als das Bild gemalt wurde, vor über 100 Jahren, war das was Besonderes dass er diese schwarze Linie Gemalt hat, so als Umrandung um das Mädchen herum.
Patrick: Da ist ein Schleier.
Eva: Ein Schleier? Wo siehst du den?
Patrick: Am Kopf oder so.
Eva: Am Kopf? Ja.
Patrick: Der Maler, der hat gemischt die Farben.
Eva: Richtig erkannt Er hat die Farben immer ein bisschen gemischt, ne? Also er hat nicht eine rot verwendet, sondern hat er immer dann noch andere Farben reingebracht. Rosa und sogar ein bisschen Grün kann man, glaube ich, hier unten… Genau, da unten ist sogar...
Patrick: Und da ist noch ein... Ein bisschen so Gelb und dann noch so ein bisschen so [00:20:00] dunkel Orange oder Grün dann ein bisschen Grün noch da. Er hat auch noch ein bisschen gemischt, glaube ich, die Farben und ein bisschen Orange und irgendwie grüne oder gelbe…
Eva: Ja, die Farben waren ihm nämlich ganz wichtig. Es war ihm jetzt gar nicht so wichtig, dass man genau erkennt, wo das Mädchen steht, sondern ihm waren die Farben wichtig. Das war er. Das Wichtige für ihn. Ist das bei dir beim Malen auch so? Sind dir die Farben wichtig?
Patrick: Also ich muss mir erst die Idee und dann kommen die Farben. Also Ideen erst einfach und dann kommen die Farben. 
Eva: Und was malst du am liebsten?
Patrick: Wenn man gut erkennen kann und die...
Ich habe schon mal einen Kürbis gemalt. Einen Halloween-Kürbis gemalt schon mal. Und verschiedene gemalt.
Eva: Der Künstler nennt das Bild „Mädchen mit Margarite“. Weißt du, was eine Margarite ist?
Patrick: Es ist eine Blume.
Eva: Es ist eine Blume, genau. Die [00:21:00] sieht so ein bisschen aus wie ein Gänseblümchen, nur ein bisschen größer. 
Patrick: Ist das gelb und weiß? Oder gelb und ... Weiß, glaube ich, oder?
Eva: Kann verschiedene Farben haben. Ich glaube, die klassische Margarite ist weiß und gelb, da hast du recht. Aber erkennt man die jetzt hier irgendwo auf dem Bild? Ist schwer zu erkennen…
Patrick: Da oben ist Gelb glaube ich, und Weiß ist, glaube ich auch.
Eva: Genau, also das sieht man jetzt wieder, dass es dem Künstler eben gar nicht so wichtig war, dass man jetzt unbedingt die Margarite gut erkennen kann. 
Patrick: Das Mädchen ist ein bisschen so traurig. Also, die hängt den Kopf runter so. Und dann kommt sie dann so.
Eva: Da hat sie was, ne?
Patrick: Ja genau.
Eva: In den Händen?
Patrick: Ja, ich glaube eine Blume.
Eva: Vielleicht könnte das sogar unsere Margarite sein.
Patrick: Kann sie. Doch, nö, guck hier.
Eva: Könnte sein, ne, man kann da Blütenblätter vielleicht erkennen. 
Was könnte sie [00:22:00] damit machen? Hast du eine Idee?
Patrick: Pflücken.
Eva: Vielleicht hast du sie gerade gepflückt, ja?
Patrick: Genau.
Eva: Verwendest du die Farben?
Patrick: Nur Rot Blau, Grün Gelb und Schwarz.
Eva: Du lässt sie nicht miteinander vermischen?
Patrick: Nee, so was habe ich noch nicht gemacht.
Eva: Das muss einem ja auch liegen.
Patrick: Genau.
Eva: Also ihm hat es wohl gut gefallen, die Farben so miteinander zu mischen und verschiedene Töne ineinander einfließen zu lassen. 
Ich mag das Bild übrigens auch sehr gerne. Es ist auch eines meiner Lieblingsbilder. Und ich glaube, es ist auch sehr beliebt hier bei unseren Gästen im Museum.
Ja, so einen richtigen Freudentanz macht sie nicht.
Patrick: Nee, die macht es sonst so.
Eva: Ja, ich finde auch, sie starrt auch so ein bisschen.
Patrick: So ein bisschen starrt die auf die Blumen, gell? 
Eva: So ein bisschen streng irgendwie auch. Und das Auge, ist dir das aufgefallen? Das Auge, das ist irgendwie komisch.
Patrick: Ach ich glaube, ich habe erst den Mund, der [00:23:00] Mund ist mir aufgefallen, das Kinn ist dann so rund, so hängt dran, der Mund ist dann so und die Nase so. Die Augen sind schwarz und die guckt auf die Blume. 
Eva: Also das Gesicht hat er richtig kantig gemalt. Die Nase, dann kommt so der Mund, die Lippen raus und dann nochmal das Kinn. 
Patrick: Also das Kleid find ich schön.
Eva: … so ein bisschen spitz…
Und das Auge hat er so gemalt, als würde es uns von vorne angucken. Aber das Mädchen sieht man eigentlich so von der Seite. Das hat er auch ein bisschen gemischt. Die Vorderseite und die von vorne.
Patrick: Das Kleid hat ja Punkte, so Kringel oder so Kreise, nur Kreise und so Kreise. Das hat er bestimmt auch anders gemacht. Oder? So.
Eva: Aber auch alles gar nicht so genau, ne?
Patrick: Ne, ne. [00:24:00] 
Eva: Die sind irgendwie alle unterschiedlich die Kringel, die Kreise.
Patrick: Einmal Viereck ist das Muster, so und dann so…
Eva: Aber ich bin gespannt, dein Mädchen mit Margarite dann mal zu sehen. Weil ich glaube, mit Filzstiften sieht das auch richtig leuchtend aus, oder?
Patrick: Ja…
Eva: Bei ihm leuchten ja die Farben auch so toll.
Patrick: Ich habe den Untergrund auch so orange gemacht. so. Und da oben kommt noch Grün vielleicht oder was anderes hin. 
Eva: Jetzt hast du sie ja nochmal ganz genau angesehen.
Patrick: Oh, ja…
Eva: Aber du machst bestimmt trotzdem dein eigenes Bild daraus, ne? Das ist ja das Tolle…
Patrick: Mein eigenes Bild ist das…
Eva: …man kann sich ja Ideen holen und dann aber trotzdem sein eigenes Ding daraus machen.
Patrick: Ja, ist schon schwer, das nachzuzeichnen. Ganz, ganz schwer. Wie der Künstler, hat er das dann auch... hat er das auch dann so per Freihand gemalt oder [00:25:00] nicht? Oder hatte er auch Ideen gehabt?
Eva: Naja, eine Idee hat er bestimmt auch gebraucht ja. Und ob der jetzt einmal an einem Mittag das Bild gemalt hat, glaube ich, fast auch nicht.
Patrick: Oder in der Nacht?
Eva: Vielleicht auch in der Nacht. Vielleicht war er eine Nachteule. 
Patrick: Vielleicht… ne Nachteule…
Eva: Vielleicht hat er es stehen lassen, hat dann am nächsten Tag weitergemacht. Hast du auch schon Menschen gemalt?
Patrick: Menschen gemalt?
Eva: So wie jetzt hier das Mädchen?
Patrick: Ich glaube, einmal habe ich ein Italienbild gemalt.
Eva: Mit Meer?
Patrick: Ja, und eine Brücke, oder ein Anime-Bild, habe ich auch mal gemalt.
Eva: Dann bist du ja vielfältig unterwegs. 
„Starke Farben, starke Bilder“ nennen wir diese Podcast-Folge. Das passt doch gut zu euren Lieblingsbildern.
Patrick, vielen Dank. Schön, dass du heute bei uns hier im Museum warst und mit mir über dein [00:26:00] Lieblingsbild gesprochen hast.
Patrick: Dankeschön, dass ich hier war, und es hat mir sehr gut gefallen hier.
Sprecher: Die Fotos zum Podcast kann man sich übrigens auf der Website des Museums anschauen. Den Link dazu gibt es im Begleittext. Hier geht das hörbare Museumserlebnis nun weiter. Den Podcast Museum lauschen gibt es in vier Folgen. Viel Spaß beim Reinhören ins Kurpfälzische Museum.