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Arbeit aus der Serie "Schutz- und Tarnhelme II" (2017) von Cholud Kassem. Foto: Dorothea Burkhardt
Arbeit aus der Serie "Schutz- und Tarnhelme II" (2017) von Cholud Kassem. Foto: Dorothea Burkhardt

Im Schutz des Rituals 

Cholud Kassem in der Retrospektive

Kurpfälzisches Museum

31. Juli bis 13. September 2026
Die Ausstellung von Cholud Kassem (*1956) gewährt einen umfassenden Blick auf die emblematische Bilderwelt der Heidelberger Künstlerin. Die Prägnanz ihrer Formensprache ist in all ihren Werkserien unverwechselbar und zeugt von einer großen stilistischen Stringenz.

Oft schafft Kassem rätselhafte Darstellungen, in denen sie nicht nur ästhetische Fragestellungen, sondern auch persönliche Erfahrungen und Erlebnisse thematisiert. Geboren im Irak und in Deutschland sozialisiert, ergeben sich aus ihrem Lebensweg immer wieder neue Impulse für ihre Arbeiten.

Gezeigt werden Malerei, Keramikobjekte und Videos, deren Entstehung von den frühen 1990er Jahren bis in die Gegenwart reicht.

 

Eine Ausstellung im Rahmen der vom Kulturamt Heidelberg organisierten Reihe „Retrospektiven Heidelberger Kunstschaffender“

Das vermeintliche Selbstbildnis von Elisabeth Vigée-Lebrun eröffnet einen spannenden Blick auf die Frage nach dem Wert der Dinge. Foto: KMH
Das vermeintliche Selbstbildnis von Elisabeth Vigée-Lebrun eröffnet einen spannenden Blick auf die Frage nach dem Wert der Dinge. Foto: KMH

Unschätzbar

Vom Wert der Dinge

Kurpfälzisches Museum

14. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027
Spektakuläre Ausstellungen, Kunstauktionen und populäre TV-Formate zeigen, welchen Stellenwert Kunst und Raritäten heute besitzen. Der Markt bestimmt den Preis, nicht jedoch die Wertschätzung der Dinge. Diese entsteht aus dem Zusammenspiel von künstlerischer Qualität, Erhaltungszustand, Bedeutung und Provenienz – ebenso wie aus den Bezügen zur bestehenden Sammlung.

Mit der Ausstellung öffnet das Kurpfälzische Museum Heidelberg seine Schatzkammern und blickt auf erfolgreiche Jahrzehnte des Sammelns zurück. Gezeigt werden Gemälde, Zeichnungen und Drucke, kostbares Porzellan, Silberobjekte, Möbel und Skulpturen – von Rembrandt bis Art déco – überraschend kombiniert und spannend erzählt. 

Die Ausstellung würdigt das herausragende Engagement von Bürgerschaft, Freundeskreis und Stiftungen, die das große Heidelberger Museum seit Generationen unterstützen und prägen. 

Jeongyun Hyun: Rootless Bloom_the artist
Jeongyun Hyun: Rootless Bloom_the artist

Lotte Hofmann-Gedächtnispreis für Textilkunst 

Textilsammlung Max Berk

18. Oktober 2026 bis 10. Januar 2027

Nach längerer Unterbrechung kann der Lotte Hofmann-Gedächtnispreis für Textilkunst in diesem Jahr erfreulicherweise wieder vergeben werden. Die Namensgeberin und Stifterin Lotte Hofmann rückte vor kurzem durch eine große Retrospektive in der Textilsammlung Max Berk erneut ins öffentliche Interesse. Zusammen mit ihrer Schwester Käthe hatte sie in den frühen 1980er Jahren die Lotte Hofmann-Gedächtnisstiftung für Textilkunst mit dem Ziel gegründet, die Textilkunst in Deutschland zu fördern und das Werk herausragender Textilkünstlerinnen und -künstler zu würdigen. Dank zweier großzügiger Spenden von Dr. Nicola Leibinger-Kammüller und einer weiteren Person konnten trotz der schlechten Zinslage der vergangenen Jahre die Stiftungshomepage relauncht und der mit 3.000 Euro dotierte Preis erneut ausgelobt werden. Der Preis wird durch zwei Förderpreise à 500 Euro für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler unter 35 Jahren ergänzt. Eine siebenköpfige Fachjury wählte Ende April für die Präsentation in der Textilsammlung Max Berk 22 Künstlerinnen und Künstler aus, von denen 19 je eine Arbeit zeigen. Die drei Preisträgerinnen bzw. Preisträger sind eingeladen, mehrere Objekte zu zeigen. Die Namen der Gewinnerinnen und Gewinner werden erst zur Eröffnung am 18. Oktober bekannt gegeben, bei der Dr. Nicola Leibinger-Kammüller Grußworte sprechen wird.